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NORD/LB Halbjahresgeschäftszahlen - Erfolgreiche Deals in Wachstumsbranchen

Hannover, 01.09.2008 14:00 Uhr (redaktion)

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008 im Konzern ein deutlich positives Ergebnis in Höhe von 208 Mio. Euro vor Steuern erzielt. Dies geht aus dem Halbjahresbericht der Bank nach IFRS hervor.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte 160 Mio. Euro
und liegt damit bereits über der Hälfte des Ergebnisses für das gesamte Geschäftsjahr
2007 (304,5 Mio. Euro), obwohl letzteres nur in der zweiten Jahreshälfte
durch die weltweite Finanzkrise beeinflusst worden war.

Im ersten Halbjahr konnte die NORD/LB zwei Rekorde aus dem vergangenen
Jahr schon wieder einstellen: Mit der Finanzierung der weltweit ersten fünf
Airbus 380-Flugzeuge mit einem Volumen von 800 Mio. Euro sowie von zwölf Spezialschiffen für das niedersächsische Unternehmen Hartmann Logistik mit
einem Volumen von 420 Mio. Euro wurden in den ersten sechs Monaten des
Jahres erneut die jeweils größte Flugzeug- und Schiffsfinanzierung in der Geschichte
der Bank abgeschlossen. Mit dem Start der als teilrechtsfähige Anstalt
in der Anstalt neu aufgestellten Braunschweigischen Landessparkasse
wurde das Profil im Retailgeschäft deutlich geschärft. Durch die Akquisition
der Deutschen Hypothekenbank wiederum hat das Finanzierungsgeschäft für
gewerbliche Immobilien einen spürbaren Schub erhalten.

„Die NORD/LB forciert ihren Marktantritt insbesondere in Wachstumsbranchen,
in denen sie seit längerem und mit strategischem Ansatz einen besonderen
Kompetenz- und Vertrauensvorsprung aufgebaut hat“, so Rehm. Dazu
zählten insbesondere die Bereiche Transport und Logistik (vor allem Schiffsund
Flugzeugfinanzierung), Energie (insbesondere Erneuerbare Energien, z.B.
Solar- und Windenergie), Infrastruktur (z.B. in Public-Private-Partnership-
Projekten) und Immobilien Banking. Deutlich verstärkt werde derzeit außerdem
das Augenmerk auf die Wachstumsbranche des nationalen und internationalen
Schienenverkehrs. Zugleich setze die NORD/LB weiterhin offensiv auf
das angestammte Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, auf den engen
Verbund mit den Sparkassen, auf das Finanzmarkt-Geschäft mit institutionellen
Kunden, auf das Retailgeschäft in der Region Braunschweig und die
Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand. Weiterhin werde das Nordosteuropa-
Geschäft, das durch das Joint Venture Bank DnB NORD betrieben wird,
weiter ausgebaut. „In allen diesen Feldern verfügt die NORD/LB über ein ausgeprägtes
Know-how und langjährige Erfahrung. Hier sehen wir beachtliches
Potenzial für nachhaltige Ertragssteigerungen“, betonte Rehm.

Der Zinsüberschuss
des Konzerns stieg um 6 Prozent auf 706 Mio. Euro (1. Halbjahr des Vorjahres:
669 Mio. Euro), obwohl die Märkte im ersten Halbjahr des Vorjahres noch
nicht durch die Finanzkrise betroffen waren. Dieser Zuwachs erklärt sich insbesondere
durch erfolgreich ausgeweitetes Neugeschäft. Die Risikovorsorge
beläuft sich auf –75 (55) Mio. Euro. Sie wird maßgeblich geprägt durch eine
Wertberichtigung im Zusammenhang mit Settlement-Schwierigkeiten aus einem
nicht erfüllten Kundengeschäft (-71 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum
hatten die Auflösungen von Wertberichtigungen noch die Zuführungen überkompensiert.

Der Provisionsüberschuss stieg um 7 Prozent auf 88 (82) Mio. Euro. Das Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten
(einschließlich Hedge Accounting) erreichte mit -155 (28) Mio. Euro einen negativen
Wert, der maßgeblich auf das außerordentlich schwierige Marktumfeld
der internationalen Finanzkrise zurückzuführen ist, während der Vorjahreswert
hiervon noch völlig unberührt war. Ähnliches gilt für das Ergebnis aus
Finanzanlagen, das sich auf -37 (8) Mio. Euro belief.

Das Betriebsergebnis vor Steuern erreichte für den Konzern in der Folge 208
(537) Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 160 (343) Mio. Euro.
Auch hier ist zu berücksichtigen, dass die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreszeitraum
auf Grund der danach eingetretenen Finanzkrise nur sehr eingeschränkt
möglich ist. Gleichwohl hat die NORD/LB im Zuge der Finanzkrise
keine tatsächlichen Abschreibungen oder Ausfälle zu verzeichnen, so dass die
ohnehin sehr volatilen Bewertungseinflüsse auf das Ergebnis grundsätzlich
vorübergehender Natur sind.

 

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