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GmbH-Reform macht die Ein-Euro-GmbH möglich

Köln, 03.09.2008 16:43 Uhr (redaktion)

Am 1. November 2008 tritt die Reform des über 100 Jahre alten GmbH-Rechts in Kraft - sie macht die Gründung einer „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ billiger und weniger bürokratisch.

Als Mindeststammkapital müssen zwar weiterhin 25.000 Euro hinterlegt werden, es gibt aber die Alternative, mit einem symbolischen Euro eine „haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft“ zu gründen. Diese MiniGmbHs sind im Gegenzug verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel ihres Gewinns zum Aufbau des normalen Stammkapitals zurückzulegen. Zudem bekommen die Gründer einen Mustergesellschaftsvertrag an die Hand, durch den die teure notarielle Beurkundung viel günstiger wird.

Gesellschaften nach Art
Gesellschaften nach Art

Mit der GmbH light will die Bundesregierung den Trend stoppen, dass sich im­mer mehr Unternehmer für eine Limited-Gesellschaft nach britischem Vorbild entscheiden, weil diese ohne hohes Stammkapital auskommt. Das neue Recht erlaubt GmbHs zudem, ihren Geschäftsort vom juristischen Sitz zu trennen, ebenso wie es den Limiteds möglich ist. Damit können sich künftig auch Gesellschaften der deutschen Rechtsform ausschließlich im Ausland engagieren.

(Foto: pixelio)

 

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