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Bundesfinanzministerium stellt sich Postbank-Verkauf zum Schnšppchenpreis vor

Berlin/Bonn, 06.09.2008 15:36 Uhr (redaktion)

"Sie würde jetzt auch einen hohen einstelligen Milliardenbetrag akzeptieren", berichtet die "Wirtschaftswoche" Samstag vorab unter Berufung auf Kreisen aus dem Bundesfinanzministerium.

Der Preis solle beim aktuellen Börsenwert plus eines Zuschlags von etwa 30 Prozent und damit zwischen 8,5 und 9,5 Milliarden Euro liegen. Bislang sollte ein Käufer mehr als zehn Milliarden Euro für Deutschlands größte Filialbank zahlen. Das Bundesfinanzministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Eine Post-Sprecherin wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Am Freitag hatten Spekulationen über eine Offerte der Deutschen Bank die Postbank-Aktie nach oben getrieben. Händler sprachen von Gerüchten, wonach der deutsche Branchenprimus 50 Euro pro Aktie für die Postbank bezahlen will. Daraufhin drehte das Papier ins Plus und schloss in einem fallenden Markt gut zwei Prozent höher bei 43,22 Euro. Wie Reuters aus Finanzkreisen erfahren hat, könnte sich die Zukunft der Postbank bereits am Freitag entscheiden. Eine Entscheidung darüber, ob die Post ihre Banktochter verkauft oder zunächst im Konzern behält, könnte bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats am 12. September fallen, hieß es in den Kreisen. Die Post hält an ihrer Banktochter noch eine Mehrheit von 50,1 Prozent der Stimmen.

(ThomsonReuters)

 

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