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Aktienmarktprognosen des deutschen Aktienmarktes eher bescheiden

Frankfurt/Main, 07.09.2008 08:35 Uhr (redaktion)

Strategen können sich vorstellen, dass der Dax auf ein neues Jahrestief fällt.

"Wir sind ja nur noch wenige Punkte vom bisherigen Tief entfernt und bei dem derzeitigen Börsenumfeld ist das durchaus vorstellbar", sagt Marc-Gregor Czaja von der Landesbank Baden-Württemberg. Seit Ende vergangener Woche hat der deutsche Leitindex 3,8 Prozent verloren und notierte zuletzt um 6180 Zähler. Inflations- und Konjunktursorgen hatten den Dax Mitte Juli kurzzeitig unter die Marke von 6000 Punkten gedrückt.

Immer wieder seien Befürchtungen hochgekommen, die Hypothekenkrise könne weitere Opfer fordern und damit noch stärker auf die Realwirtschaft ausstrahlen als ohnehin schon, erklärt Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors die Skepsis der Anleger. Die jüngsten Konjunkturdaten hätten diese Sorgen genährt. "Es wird immer offensichtlicher, dass die Wellen des Abschwungs aus den USA jetzt auch in Europa auflaufen."

Vor diesem Hintergrund dürften in der kommenden Woche vor allem Konjunkturindikatoren im Mittelpunkt des Interesses stehen. Jüngste Daten vom US-Immobilienmarkt hatten Analysten zufolge bei einigen Investoren den Eindruck entstehen lassen, die Talsohle sei erreicht oder könne in Kürze erreicht sein. Entsprechend dürfte die am Dienstag anstehende Statistik zu den bevorstehenden US-Hausverkäufen nach Einschätzung von Czaja stärker beachtet werden als zuletzt. Daneben stehen am Freitag die US-Erzeugerpreise für die weltgrößte Volkswirtschaft an, und das von der Universität Michigan erfasste Verbrauchervertrauen für September.

(Thomson Reuters)

 

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