Stuttgart, 12.09.2008 11:24 Uhr (redaktion)
Im August waren die Handelsaktivitäten im Derivatehandel an der Stuttgarter Börse rückläufig. Dies ist neben der Urlaubszeit auch auf die weiterhin unsichere Situation an den weltweiten Finanzmärkten zurückzuführen.
Gegenüber dem Vormonat ging die Anzahl ausgeführter Kundenorders bei Hebel- und Anlageprodukten von 448.000 Orders (dies entspricht einem Volumen von 4,1 Milliarden Euro) um 25 Prozent auf 336.000 Orders (knapp 2,8 Milliarden Euro) zurück.
Dabei fiel der Orderrückgang bei den Produkten für den mittel- bis langfristigen Vermögensaufbau etwas deutlicher aus als bei den Hebelprodukten. Verglichen mit dem Vormonat ging die Anzahl ausgeführter Kundenorders bei Anlageprodukten um 28 Prozent auf 60.000 Orders (knapp 1,3 Milliarden Euro) zurück. Im Juli wurden mit 84.000 Orders noch rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz erzielt.
In der Gruppe der Anlagezertifikate rangieren die Bonuszertifikate, sowohl nach Orderzahl als auch nach Umsatz, erneut ganz oben in der Gunst der Anleger. Mit 21.000 Kundenorders (dies entspricht einem Handelsvolumen von 505 Millionen Euro) verbuchen die Bonuspapiere einen Anteil von knapp 36 Prozent an der Gesamtorderzahl der Anlagezertifikate. In der Rangliste nach Kundenorders liegen die Index- und Partizipations- Zertifikate mit über 10.000 Orders auf Rang zwei. Bei der Sortierung nach Handelsvolumen werden sie von den Discount-Zertifikaten aber klar überholt. Die Rabatt-Papiere tragen mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro rund 24 Prozent zum Gesamtvolumen der Anlageprodukte mit 1,2 Milliarden Euro bei. Platz vier belegen die Themen-, Strategie- und Basket-Zertifikate mit 8.000 ausgeführten Wertpapieraufträgen und einem Handelsvolumen von 104 Millionen Euro.
Bei Optionsscheinen, Knock-out-Produkten und Exotischen Produkten wurden im Sommermonat anhand der ausgeführten Wertpapieraufträge mit 275.000 Kundenorders rund 24 Prozent weniger gehandelt als im Juli. Am stärksten traf es dabei die klassischen Optionsscheine, die ein Minus von 26 Prozent auf knapp 98.000 Orders (dies entspricht einem Volumen von 456 Millionen Euro) hinnehmen mussten. Bei den Knock-out- Produkten gingen die Orders um 23 Prozent oder 53.000 Aufträge auf 176.000 Kundenorders zurück. Bei Exotischen Produkten fiel die Orderzahl wieder unter 2.000. Sie tragen 13 Millionen Euro zum Gesamtvolumen der Hebelprodukte bei.
Das Verhältnis zwischen Hebel- und Anlageprodukten anhand ausgeführter Kundenorders hat sich erneut etwas zugunsten von Optionsscheinen & Co. entwickelt. Sie verbuchen im August einen Anteil von über 82 Prozent der Orders im EUWAX-Handelssegment auf sich. Auf Basis des Handelsvolumens beträgt der Anteil der Hebelprodukte rund 53 Prozent.
(Cornelia Frey; Börse Stuttgart)
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