London, 17.09.2008 15:13 Uhr (redaktion)
Eine mit der Situation vertraute Person bestätigte am Mittwoch einen Medienbericht, wonach die beiden Geldhäuser Übernahmegespräche führen. Spekulationen über Finanzierungsprobleme bei HBOS hatten den Aktienkurs der Bank in den vergangenen Tagen rasant abstürzen lassen.
Die Aussicht auf eine Übernahme von HBOS sorgte an der Londoner Börse für große Erleichterung: Der Titel drehte ins Plus auf 190 Pence, nachdem er zuvor innerhalb eines Tages mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt hatte. Vor Beginn der Immobilienkrise in Großbritannien hatte die Aktie noch 1000 Pence gekostet.
Wie die BBC berichtete, befinden sich die Übernahmegespräche bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Eine Übernahme würde auf einen Kaufpreis von rund 300 Pence je Aktie hinauslaufen, hieß es in dem Bericht weiter. Weder HBOS noch Lloyds wollten offiziell bestätigen, dass sie über eine Fusion verhandeln.
Nach einem jahrelangen Boom verlieren britische Immobilien derzeit rasant an Wert. Viele Eigenheim-Besitzer sind in ernsten Zahlungsschwierigkeiten, da sie der Bank inzwischen mehr Geld schulden, als ihre Immobilie wert ist. Die Baufinanzierer tragen eine große Mitschuld an diesem Dilemma, da sie wie in den USA zu freigiebig Hypotheken vergaben und oftmals kaum den Einsatz von Eigenkapital forderten.
(Thomson Reuters)
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