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Gigantischer Rettungsplan - US-Regierung stellt 700 Milliarden Dollar bereit

New York, 21.09.2008 10:07 Uhr (redaktion)

Ein Rettungsplan der Superlative soll die angeschlagenen US-Banken aus der Finanzkrise retten: Bis zu 700 Milliarden Dollar (rund 490 Milliarden Euro) will das US-Finanzministerium aufwenden, um den Geldinstituten faule Kredite abzukaufen, wie aus dem Vorschlag der US-Regierung hevorgeht.

Der Kongress beriet über den Rettungsplan. Mittlerweile ging durch die Finanz- und Immobilienkrise in den USA die zwölfte US-Bank in diesem Jahr in die Pleite.

Das Weiße Haus hatte dem Kongress den Entwurf für den Rettungsplan am Freitagabend übermittelt. Es sei "ein großes Paket, weil es ein großes Problem gibt", sagte US-Präsident George W. Bush in seiner wöchentlichen Hörfunkansprache. Die "New York Times" berichtete, dass die Regierung lediglich gestrauchelten US-Banken zur Hilfe eilen werde. Nach dem Wunsch von US-Finanzminister Henry Paulson soll der Kongress die Gesetzespläne am Wochenende überarbeiten. Der Vorsitzende des Banken-Ausschusses im Senat, Chris Dodd, hoffte, das Paket bis Ende kommender Woche zu verabschieden. Als Reaktion auf die geplante Rettungsaktion waren die Börsen nach massiven Kursverlusten am Freitag wieder nach oben geschossen.

Bush rief den Kongress auf, angesichts der Krise die parteipolitischen Differenzen beiseite zu lassen. Die demokratischen Mehrheitsführer im Senat und Kongress, Harry Reid und Nancy Pelosi, hatten zuvor bereits ihre Unterstützung signalisiert.

Die Ameribank im US-Bundesstaat West Virginia wurde nach Angaben des staatlichen Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) geschlossen. Die Ameribank verfügte den Angaben zufolge über Aktiva in Höhe von 115 Millionen Dollar und Depot-Einlagen über 102 Millionen Dollar. Laut FDIC sollen die Pioneer Community Bank und die Citizens Savings Bank die Einlagen der Ameribank und damit auch deren Kunden übernehmen.

(AFP)

 

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