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Zweitgrößte US-Sparkasse Washington Mutual ist Pleite

Washington, 26.09.2008 08:41 Uhr (redaktion)

Die US-Behörden schlossen die zweitgrößte Sparkasse des Landes mit Sitz in Seattle. Wie die Bankenaufsicht FDIC bekannt gab, übernimmt die Bank JPMorgan Chase für 1,9 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) große Teile der Konkurrentin.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, übernimmt den Angaben zufolge JPMorgan Chase die Banken der Washington Mutual-Gruppe (WaMu), die Washington Mutual Bank und die Washington Mutual FSB, sowie deren Einlagen, Aktiva und einige Verpflichtungen. Das Grundkapital und die Gesamtschulden der WaMu sind von der Transaktion ausgeschlossen. Aktionäre und Gläubiger der Gruppe dürften also leer ausgehen. Die WaMu verfügt über Aktivposten in Höhe von 309 Milliarden Dollar und ist damit die größte der 13 Banken, die bislang der Krise an den Finanzmärkten zum Opfer fällt.

Washington Mutual mit Hauptsitz in Seattle hatte als einfache Sparkasse begonnen, mit dem Immobilienboom der vergangenen Jahre ihre Aktivitäten aber besonders auf den Hypothekenmarkt ausgerichtet. Im Zuge der Krise um faule Immobilienkredite verlor die Aktie des Konzerns seit Jahresanfang etwa 80 Prozent seines Werts. Berichten zufolge drängten die Behörden JPMorgan Chase zur Übernahme der Washington Mutual. (AFP)

 

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