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EU plant Erleichterung des EU-Bilanzrechts für den Mittelstand

Berlin/Brüssel, 01.10.2008 15:04 Uhr (redaktion)

EU-Kommissar Charlie McCreevy kündigte an, das u.a. die EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten sollen, sog. kleine Kapitalgesellschaften ("micro entities") vom Anwendungsbereich des EU-Bilanzrechts auszunehmen.

"Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Kleine Unternehmen von überflüssigen Anforderungen zu entlasten, ist mir deshalb ein persönliches Anliegen. In Deutschland haben wir mit unserem Entwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes bereits vorgeschlagen, kleine Einzelkaufleute (Jahresüberschuss bis zu 50.000 EUR; Umsatzerlöse bis zu 500.000 EUR) von Buchführungs- und Bilanzierungspflichten zu befreien. Seit langem setzt sich die Bundesregierung auch in Brüssel für solche Entlastungsmaßnahmen ein.

Die Vorschläge von Kommissar McCreevy nehmen nun die Idee unseres Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf und führen sie fort. Erfreulich ist, dass die EU-Kommission offenbar auch Pläne zur Modernisierung des EU-Bilanzrechts allgemein entwickeln will. Dies deckt sich ebenfalls mit dem Ziel, das wir in Deutschland mit dem Entwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes verfolgen. Wir wollen mit diesem Gesetz mittelständischen Unternehmen eine moderne, sachgerechte und kostengünstige Bilanzierungsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Deshalb hoffen wir, dass auch Kommissar McCreevy nun baldmöglichst Richtlinienvorschläge vorlegt", sagte Zypries in Berlin.

(Foto: pixelio;pgm)

 

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