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17 Millionen Kundendaten von T-Mobile im Umlauf - Telekom schaltet Sonderhotline

Bonn/Berlin, 05.10.2008 08:49 Uhr (redaktion)

Ein Datendiebstahl aus dem Jahr 2006 beschäftigt die Deutsche Telekom und die Staatsanwaltschaft weiter. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ist ein Datenträger mit 17 Millionen Mobilfunk-Datensätzen in fremden Händen.

Dabei handelt es sich um Daten von Prepaid- und Postpaid-Kunden. Die Daten umfassen neben Name und Anschrift die Mobilfunknummer, teils das Geburtsdatum und in einigen Fällen auch die E-Mail-Adresse.

Laut Spiegel stammen die Daten direkt aus dem Telekom-Rechenzentrum und wurden bei einem Mainzer Jungunternehmer gesichtet. Enthalten sind auch Kundendaten prominenter Politiker, Wirtschaftsführer oder Kirchenvertreter.

„Dass dieser Fall aus 2006 uns erneut beschäftigt, trifft uns sehr. Wir gingen bisher davon aus, dass diese Daten im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in vollem Umfang sichergestellt wurden“, sagt Philipp Humm, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland. „Ungeachtet der Tatsache, dass die Täter mit erheblicher krimineller Energie vorgingen, bedauern wir, dass wir die Daten unserer Kunden nicht unseren Ansprüchen gemäß schützen konnten.“

Die Telekom bietet jedem Kunden an, die vorhandene T-Mobile-Rufnummer ändern zu lassen.
Die Sonderhotline: 0800 330 034505

Zudem steht im Internet ein Fragebogen zur Verfügung.

(ThomsonReuters;Telekom AG)
(Foto: Telekom AG, Bonn)

 

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