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Deutsche Bank-Chef Ackermann hält nichts vom Bankenfonds

Frankfurt/Main, 19.10.2008 09:32 Uhr (redaktion)

Einen zusätzlichen Fonds der Banken zur Lösung der aktuellen Finanzkrise hält Ackermann für falsch.

Er halte nichts davon, einen Bankenfonds zu gründen, in den auf freiwilliger Basis Boni und andere Gelder fließen würden, sagte Ackermann der "Bild am Sonntag". Die Banken stünden schon heute über den Einlagensicherungsfonds und durch Rettungsaktionen wie bei bei Hypo Real Estate für die Fehler von Konkurrenten ein.

Ackermann plädierte für eine stärkere Entkoppelung der Banken in diesem Bereich. "Mir wäre es viel lieber, wenn die Deutsche Bank nur für die Deutsche Bank einzustehen und die Einlagen ihrer eigenen Kunden abzusichern hätte", sagte er der Zeitung. "Die Erwartung, dass die stärkeren für die schwachen Banken einstehen sollen, ist aus ordnungs- und wettbewerbspolitischer Sicht fragwürdig." Es sollten Wege gefunden werden, die Banken untereinander zu entkoppeln, damit der Zusammenbruch einer Bank nicht alle anderen in Probleme bringe, sagte der Deutsche-Bank-Chef. (AFP)

 

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