Frankfurt/Main, 26.10.2008 11:04 Uhr (redaktion)
Aller Börsenturbulenzen zum Trotz - Fondssparpläne bleiben erste Wahl für langfristig orientierte Vorsorgesparer.
Dies ist der aktuellen Sparplanstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 30. September 2008 zu entnehmen.
Anleger, die in den vergangenen 30 Jahren monatlich 100 Euro in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland investiert haben, können sich heute über die stattliche Summe von 132.131 Euro freuen – obwohl sie insgesamt nur 36.000 Euro eingezahlt haben. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wertentwicklung von 7,6 Prozent. Dabei sind bereits alle Fondskosten, d.h. Verwaltungsvergütung, Transaktionskosten und Ausgabeaufschlag berücksichtigt. Auch Fondssparpläne mit anderen Anlageschwerpunkten erzielten attraktive Renditen.
Eine zusätzliche Optimierung der Rendite lässt sich durch eine flexible Entnahme zum Ende der Spardauer erzielen. Da Fondssparpläne zum Ende der Laufzeit nicht „fällig“ werden, sondern als Anteile für den Anleger frei verfügbar sind, können Sparer mögliche Börsenschwächen aussitzen. So ist jederzeit beispielsweise eine Entnahme eines geringen Vermögensteils möglich, während der größere Anteil einfach im Depot bleibt, bis die Kurse wieder gestiegen sind.
Dass sich ein langer Atem auszahlt, zeigt auch eine Darstellung der in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse von global investierenden Aktienfonds- Sparplänen.
Die Jahresrendite zehnjähriger Sparpläne bewegte sich in einer Bandbreite zwischen minus 3,5 Prozent zum aktuellen Stichtag und plus 19,1 Prozent Ende März 2000. Bei längerer Laufzeit mildern sich Börsenschwächen hingegen deutlich ab. So lag die Bandbreite im 30-jährigen Zeitraum lediglich zwischen 5,9 Prozent (Ende September 2008) und 11,3 Prozent (Ende März 2000).
Mischfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland, welche je nach Situation an den Kapitalmärkten flexibel in Aktien, Rentenpapieren, Geldmarkttitel oder auch Immobilien-Sondervermögen anlegen können, legten auf 20-Jahressicht im Schnitt um 5 Prozent pro Jahr zu. Anleger, die 30 Jahre lang monatlich 100 Euro anlegten, können sich über einen jährlichen Wertzuwachs von 7 Prozent freuen.
Rentenfonds weisen auch in Zeiten von Aktienmarktkrisen nahezu durchgängig positive Renditen auf. Diese Anlageklasse überzeugt deshalb auf lange Sicht vor allem durch geringe Wertschwankungen. Die jährlichen Wertsteigerungen bei Euro- Rentenfonds lagen im Schnitt bei 2,3 Prozent (10 Jahre), 4,4 Prozent (20 Jahre) bzw. 5,4 Prozent (30 Jahre).
Sparer, die monatlich 100 Euro in Offene Immobilienfonds
einzahlten, erzielten einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von 2,9 Prozent bei 10 Jahren, 4 Prozent bei 20 Jahren und 4,9 Prozent bei 30 Jahren Spardauer. Dass die Beimischung von Offenen Immobilienfonds in Anlegerdepots die Rendite steigern, das Risiko reduzieren und so das Chance-Risikoverhältnis der Vermögensanlage verbessern, zeigt auch eine aktuelle Studie, die im Auftrag des BVI durchgeführt wurde.
(Quelle: BVI) (Foto: pixelio)
» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen