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Deutscher Führungskräfteverband wehrt sich gegen Manager-Pauschalverurteilung

Berlin, 31.10.2008 12:27 Uhr (redaktion)

Der Deutsche Führungskräfteverband wendet sich gegen die pauschale Verurteilung von Managern. Eine Stellungnahme von Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.

In den Medien aber auch in der Politik wird unterschiedslos von "den Managern" gesprochen, wenn es um die Verantwortung für die Bankenkrise geht. Gemeint sind jedoch in erster Linie die Vorstände der Banken, und damit nur eine Teilgruppe der Manager.

Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme:
"Die große Mehrheit der Manager sind Führungskräfte im höheren und mittleren Bereich der Unternehmensstruktur. Sie tragen in ihrem Gebiet auch Verantwortung, aber bei weitem nicht alle gehören zu den Architekten der Spekulationsblase. Wir fordern eine differenzierte Sichtweise, um das pauschalierende Zerrbild des Managers zu korrigieren und allen Ursachen für die aktuelle Krise auf den Grund zu gehen."

Die Sorglosigkeit und eine überzogene Renditeerwartung von Vorständen, Führungskräften, Rating-Agenturen und Aufsichtsräten stehen dabei an erster Stelle.

Für diese Fehler müssen alle Beteiligten ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Sie müssen jetzt gemeinsam wirksame Regeln entwerfen, damit die soziale Marktwirtschaft auch in Zukunft wieder ihre Stärken ausspielen kann.

 

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