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NRW-Finanzminister Linssen macht Druck auf die WestLB

Düsseldorf, 31.10.2008 08:43 Uhr (redaktion)

Laut WDR-Bericht drängt Linssen die WestLB auf Inanspruchnahme des Rettungsfonds der Bundesregierung.

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) sieht weiterhin dunkle Wolken am Horizont der weltweiten Finanzmärkte. Die tiefgreifende Finanzmarktkrise sei "längst nicht überwunden", sondern sie werde sich "noch verschärfen", prophezeite Linssen am Donnerstag (30.10.08) in einer Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses im Düsseldorfer Landtag "Ich empfehle, dass wir uns warm anziehen, falls es stürmisch wird." Dies gilt in den Augen des Finanzministers vor allem für die angeschlagene Westdeutsche Landesbank (WestLB).

Dass Drängen des NRW-Finanzministers, seine Landesbank unter den Rettungsschirm des Bundes zu bringen, hat bei der rot-grünen Landtagsfraktion Spekulationen über neue Finanzlöcher bei der WestLB ausgelöst. Bereits Anfang April dieses Jahres hatte die WestLB risikobeladene US-Hypothekenpapiere mit einem Volumen von 23 Milliarden Euro in eine Zweckgesellschaft ins irische Dublin ausgelagert. Für mögliche Verluste spannten die Eigentümer der Bank einen Rettungsschirm von fünf Milliarden Euro. Dabei ist alleine das Land NRW als 38-prozentiger Anteileigner der WestLB mit drei Milliarden Euro in der Haftung.

(Quelle: WDR)

 

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