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Börse Stuttgart mit höherem Handelsaufkommen im Oktober 2008

Stuttgart, 04.11.2008 09:18 Uhr (redaktion)

Durch die Finanzmarktkrise hat die Börse Stuttgart im Oktober mit einem Umsatz von rund 17,5 Milliarden Euro nach Orderbuchstatistik gegenüber dem Vormonat ein Plus von über 20 Prozent verzeichnet.

Gegenüber dem Oktober des Vorjahres stieg der Umsatz um rund 5 Prozent an. Der Handel in verbrieften Derivaten, wie Zertifikaten, Optionsscheinen und Knock-Out Produkten legte bereits den zweiten Monat in Folge deutlich zu. Am Handelssegment Euwax wurden mit über 12,2 Milliarden Euro 23 Prozent mehr als im Vormonat umgesetzt. Der Handel mit Anlagezertifikaten übertraf bei einem Umsatz von 7,6 Milliarden Euro den Vorjahreswert um über 50 Prozent. Die hohe Volatilität an den Märkten aufgrund der weltweiten Finanzmarktlage führte auch an der Börse Stuttgart im Oktober zu mehr Geschäften. Angesichts der aktuellen Finanzmarktsituation beinhalteten die Umsätze in Zertifikaten mehr Verkäufe als Käufe.

„Gerade in schwierigen Marktsituationen profitieren die Anleger davon, ihre Orders an unseren regulierten Handelsplatz zu leiten. Hier besteht stets die reelle Chance, dass die Order zu einem besseren, aber niemals zu einem schlechteren Preis ausgeführt wird, als er vom Emittenten aktuell außerbörslich gestellt wird. Und dies bei einem gleichzeitigen Höchstmaß an Überwachung, Transparenz und Service. Die Börsensysteme in Stuttgart konnten auch in diesem Monat ohne Probleme das Rekordvolumen verarbeiten“, sagte Rolf Deml, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse.

Umsatz Börse Stuttgart Oktober 2008
Umsatz Börse Stuttgart Oktober 2008

Am stärksten legte der Handel mit Inlandsaktien zu. Er hat sich mit einem Zuwachs von knapp 120 Prozent gegenüber dem Vormonat mehr als verdoppelt. Das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt rund 70 Prozent. Beim Handel mit Fondsanteilen wurde im Oktober 2008 ein Umsatz von annähernd 400 Millionen erreicht, was im Vergleich zu dem von Oktober 2007 einer Steigerung von circa 42 Prozent entspricht. Gegenüber den ersten zehn Monaten des Vorjahres (2,03 Milliarden Euro) wurden mit 2,24 Milliarden Euro von Januar bis Oktober 2008 annähernd 11 Prozent mehr Fondsanteile in Stuttgart gehandelt.

Der Umsatzrückgang im Anleihenhandel von rund 5 Prozent zum Vormonat auf 3,08 Milliarden Euro ist neben dem Misstrauen der Anleger in Pfandbriefe auf die Illiquidität in Teilen des Anleihenmarktes und damit einhergehende temporäre Handelseinschränkungen zurückzuführen.

 

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