Vechta, 11.11.2008 08:56 Uhr (redaktion)
Obwohl noch keine endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 (30.09.) vorliegen, rechnet der Vorstand mit einer Zielverfehlung. Verluste aus dem Biodieselgeschäft konnten durch das Geschäftsfeld Biogas nicht entsprechend kompensiert werden.
Vor allem Verzögerungen beim Genehmigungserhalt von neuen Biogasprojekten führten zu Verschiebungen in das aktuelle Geschäftsjahr. Hinzu kommen Auswirkungen durch eine geänderte Anwendung der POC Bilanzierungsmethode, mit der der Fortschritt der Auftragsabwicklungen im Projektgeschäft erfasst wird. Genaue Zahlen wird das Unternehmen erst in einigen Wochen vorlegen.
Die verzögerten Genehmigungen aus dem Jahr 2007/08 werden sich auf jeden Fall positiv auf das laufende Geschäftsjahr auswirken. Sinkende Rohstoffpreise sowie die deutlich verbesserten Bedingungen durch das novellierte EEG führen zu einem regelrechten Nachfrageboom im Biogassektor.
Aktuell umfasst die Projektpipeline von BKN über 30 MW, dieses entspricht einem Umsatzvolumen von ca. € 150 Mio.. Die Sorge vieler Investoren, dass es trotz der verbesserten politischen Rahmenbedingungen aufgrund von Problemen bei der Projektfinanzierung wieder zu einer Eintrübung der Auftragslage kommen wird, teilt Finanzvorstand Gunnar Dresen nicht: „Auch in der aktuellen Finanzmarktkrise haben wir keinerlei Probleme, die Fremdkapitalfinanzierung sicherzustellen. Entsprechende Zusagen unsere strategischen Bankpartner liegen vor“. Da in den vergangenen Monaten die Erfahrung gemacht wurde, dass sich Genehmigungsverfahren je nach Kommune zeitlich deutlich unterscheiden, ist es wegen des abweichenden Geschäftsjahres für den BKN-Vorstand sehr schwer eine detaillierte Prognose zu erstellen. „Aufgrund der Erfahrungen im vergangenen Jahr geben wir mit einem EBIT von mindestens fünf Millionen Euro eine konservative Prognose heraus“, so Gunnar Dresen.
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