Stuttgart, 13.11.2008 14:42 Uhr (redaktion)
Das Handelsvolumen bei Hebel- und Anlageprodukten nahm im Oktober erneut zu. Das turbulente Geschehen an den weltweiten Finanzmärkten war einmal mehr der Grund für diese Entwicklung.
Gegenüber dem September legte die Anzahl ausgeführter Kundenorders an EUWAX von knapp 510.000 Orders (dies entspricht einem Volumen von 5,1 Milliarden Euro) um 27 Prozent auf rund 650.000 Orders (6,3 Milliarden Euro) zu.
Eine deutliche Steigerung der Orderzahlen fand insbesondere bei den Anlageprodukten statt. So stieg die Anzahl ausgeführter Wertpapieraufträge gegenüber dem September um fast 80.000 Orders auf über 200.000 Orders an. Das Orderplus von 65 Prozent führte zu einem Anstieg des Handelsvolumens um 37 Prozent auf rund vier Milliarden Euro. Angesichts der angespannten Marktlage waren bei den Anlageprodukten mehr Verkäufe als Käufe zu registrieren.
Die meisten Kundenorders, sowie auch das größte Handelsvolumen im Bereich der Anlageprodukte, entfielen auch im Oktober wieder auf die Bonus-Zertifikate. Die Bonuspapiere verbuchten mit über 73.000 Wertpapieraufträgen einen Anteil von 36 Prozent an der Gesamtorderzahl der Produkte für den mittel- bis langfristigen Anlagebereich. Gegenüber dem Vormonat mit knapp 42.000 Orders entspricht dies einem Plus von 32.000 ausgeführten Kundenaufträgen oder 77 Prozent. Auf dem zweiten Platz lagen die Discount-Zertifikate. Gegenüber dem September konnte diese Produktuntergruppe ein Orderplus von knapp 70 Prozent auf 38.000 ausgeführte Wertpapieraufträge erzielen. Das Umsatzvolumen stieg von 957 Millionen Euro um 32 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro an. Den dritten Platz in der Anlegernachfrage nahmen die Index- und Partizipations-Zertifikate ein, die im Berichtsmonat mit 25.000 ausgeführten Aufträgen einen Umsatz von 382 Millionen Euro beisteuerten.
Die hohe Volatilität führte auch dazu, dass die Hebelprodukte stärker nachgefragt waren, die gegenüber dem September einen Orderanstieg von 15 Prozent auf 446.000 Kundenorders verbuchten. Das Handelsvolumen legte dabei von 2,2 Milliarden Euro um knapp 140 Millionen Euro zu. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die klassischen Optionsscheine zurückzuführen, die einen Orderanstieg um 35 Prozent auf über 220.000 Wertpapieraufträge erzielten. Die Knock-out-Produkte blieben mit rund 222.000 ausgeführten Kundenorders auf dem Niveau des Vormonats. Bei den Exotischen Produkten wurden im Oktober mit 3.000 Orders rund 20 Millionen Euro Umsatz erzielt.
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