Finanzen Markt & Meinungen Startseite

 

Probleme der HSH Nordbank bringen Schiffsfonds in Bedrängnis

Freiburg, 14.11.2008 09:30 Uhr (redaktion)

Da die Bank viele Schiffe in die Schiffsfonds investiert haben finanziert hat, könnte die Schiffsfondsindustrie große Probleme bekommen.

Dies schreibt der Finanzdienstservice von Haufe.
Die HSH Nordbank ist die Landesbank der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Bank hat 30 Mrd. EUR Bundesbürgschaft beantragt und will eine milliardenschwere Eigenkapitalhilfe aus dem Paket der Bundesregierung. Das sind schlechte Nachrichten für Initiatoren und Vertrieb in der ohnehin gebeutelten Schiffsfondsbranche.

In den letzten Monaten gab es bei den Schiffsfonds bereits einen deutlichen Trend hin zu reinen Eigenkapitalfonds. Begründet wurde das von den Initiatoren häufig mit dem höheren Sicherheitslevel für die Anleger. Das ist natürlich grundsätzlich richtig. Die Eigenkapitalfinanzierung war aber über Jahrzehnte bei Geschlossenen Fonds dann doch eher unüblich.

Schließlich kommen ansehnliche Renditen in der Regel nur bei erheblichem Fremdkapitaleinsatz zustande. Deshalb könnte die Welle der Eigenkapitalfonds ihre Ursache in einer schon seit längerem weniger ausgeprägten Finanzierungsbereitschaft der Banken haben.

Die HSH Nordbank gerät wegen ihres Geschäftsschwerpunkts bei der Schiffsfinanzierung in ein weiteres Dilemma aufgrund der stark rückläufigen Neubautätigkeit und der fast zum Erliegen gekommenen Schiffsfondsplatzierung.

(Quelle: Haufe Finanzdienstleister)

 

» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen