Berlin, 24.11.2008 09:59 Uhr (redaktion)
Der Dienstleistungssektor stützt die Beschäftigungssituation in Deutschland und verhindert, dass sich die Finanzmarktkrise stärker auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirkt. Das belegt der aktuelle Dienstleistungsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der auf 10.000 Unternehmensantworten beruht.
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: "Auf Grundlage des Reports rechnen wir damit, dass 2009 im Dienstleistungssektor immerhin noch rund 50.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen werden." Die Geschäftserwartungen der Serviceanbieter trübten sich zwar aktuell deutlich ein, die Investitions- und Beschäftigungspläne der Dienstleister lägen aber weiterhin deutlich über der Gesamtwirtschaft.
Natürlich gebe es auch im Dienstleistungssektor sehr unterschiedliche Entwicklungen, erklärte Wansleben. Als Beispiel nannte er die Transport- und Logistikunternehmen: "Hier macht sich die Finanzmarktkrise besonders stark bemerkbar - die Aufträge gehen spürbar zurück. Hinzu kommt, dass die Politik mit der Erhöhung der Maut zusätzlichen Kostendruck erzeugt." Vergleichsweise gut laufe es dagegen bei konsumnahen Branchen wie den Gesundheits- und sozialen Diensten, der Freizeitwirtschaft und der Versicherungswirtschaft, erläuterte Wansleben: "Sie weisen die höchsten Investitionspläne des Dienstleistungssektors auf.“
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