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Lohnungleichheit in Deutschland laut Studie besonders stark gewachsen

Berlin, 26.11.2008 09:43 Uhr (redaktion)

Im Vergleich der Industriestaaten sei die Schere nur in Polen noch deutlicher auseinandergegangen, errechnete die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem Globalen Lohnreport 2008/2009.

Die Reallöhne stiegen in Deutschland in den vergangenen Jahren nur sehr wenig. So gab es für die Beschäftigten zwischen 2001 und 2007 im Schnitt ein jährliches Lohnplus von 0,51 Prozent. Dagegen verbuchten einige Schwellenländer rapide Zuwächse. In China stiegen die Löhne im Schnitt um knapp 13 Prozent, in Russland sogar um etwa 14 Prozent pro Jahr. Für das kommende Jahr prognostiziert der Bericht "schmerzhafte Einschnitte" bei den Reallöhnen.

Nicht nur die Reallöhne nahmen hierzulande zuletzt nur wenig zu, laut einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung gilt dies auch für die Arbeitskosten. Diese seien 2007 um 1,2 Prozent und damit erneut weitaus langsamer gestiegen als im Durchschnitt von EU und Eurozone. Mit im Schnitt 28 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft liege Deutschland im EU-Vergleich auf Rang acht. Zwar helfe das geringe Wachstum der Arbeitskosten den deutschen Exporten, doch als "Kehrseite der Medaille" schwächelten im Inland Einkommensentwicklung und Nachfrage, hieß es. (AFP)

(Foto: PIXELIO)

 

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