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Fundraising der Beteiligungsbranche stürzt ab - weniger Geld für Übernahmen

Berlin, 08.12.2008 16:54 Uhr (FS)

Laut dem Bundesverband der Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK e.V.) fehlen der deutschen Private-Equity Branche in 2009 erhebliche Mittel für Unternehmensübernahmen (Buy-Outs).

Fundraising
Das Fundraising bleibt zwar im Vergleich zum Vorquartal mit 289 Mio. € nahezu unverändert, aber gegenüber dem ersten Quartal 2008 mit 703 Mio. € hat es sich mehr als halbiert. Im Jahresverlauf summierte sich das Fundraising auf 1.286 Mio. €, auch dies ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 mit 3.146 Mio. €.

Lesertipp: Glossar Private-Equity finden Sie hier

Investitionen
Investiert wurden im dritten Quartal knapp 2.049 Mio. Euro. Dies bedeutet ein deutliches Investitionsplus gegenüber den beiden Vorquartalen, in denen jeweils ca. 1,2 Mrd. € investiert wurden. Buy-Outs hatten mit über der Hälfte Anteil an den Investitionen. Im bisherigen Jahresverlauf investierten die in Deutschland ansässigen Beteiligungsgesellschaften (Branchenstatistik) 4.466 Mio. €, davon 4.028 Mio. € in Deutschland.

Bereiche der Finanzierung
Die Investitionen im dritten Quartal entfielen zu 83 Prozent auf Buy-Out-Transaktionen. Neun Prozent gingen in Expansionsfinanzierungen und fünf Prozent in Early Stage-Engagements (Seed und Start up), sowie drei Prozent in Turnaround- und Replacement-Transaktionen.

Branchenverteilung
Die Mittel im dritten Quartal flossen primär in Chemie/Werkstoffe (59 Prozent) und in Unternehmens-/Industrieerzeugnisse (11 Prozent). Es folgen Unternehmens-/Industriedienstleistungen mit sieben Prozent und Konsumgüter/Handel mit sechs Prozent.

Regional haben Unternehmen in NRW die meißten Geld erhalten, gefolgt von Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

(Quelle: BVK e.V.)

 

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