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Bundesregierung sieht Sättigung im Kfz-Handel für 2009 voraus

Berlin, 07.01.2009 11:27 Uhr (redaktion)

Der deutsche Kfz-Absatz ist nach Auffassung der Bundesregierung gesättigt. Neuanschaffungen würden angesichts der besseren Fahrzeugqualität verschoben.

Darüber hinaus stehe noch nicht fest, ob auch über 2010 hinaus in der Branche Regelungsbedarf bestehe, um Unternehmen vor der Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung zu schützen. Dies teilte die Regierung nach einer Anfrage der Linksfraktion weiter mit. Mit der heutigen Gruppenfreistellungsverordnung wird den Unternehmen beispielsweise ermöglicht, Fahrzeuge mehrerer Hersteller zu vertreiben.

Hintergrund:
Durch den Wegfall der „Kfz-spezifischen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO)“ werden bestehende Regelungen für Kfz-Händlern/Werkstätten hinfällig. Die EU-Kommission will diese Verordnung ab 2010 kippen. In dieser Verordnung sind u.a. bestimmte Kündigungsfristen, der Mehrmarkenvertrieb und andere Schutzbestimmungen für die Kfz-Händlern/Werkstätten gegenüber der Marktmacht der großen Automobilhersteller festgelegt. Mehr als jeder zweite Autohändler hatte 2007 eine negative Umsatzrendite. Hinzu kommt nun die Wirtschaftskrise.

Im Jahre 2006 hat es in Deutschland 84.612 Unternehmen mit 105.000 örtlichen Einheiten im Kfz-Gewerbe gegeben (Kfz-Handel, Reparatur, Ersatzteilhandel und Tankstellen). Diese Unternehmen haben 732.000 Mitarbeiter beschäftigt. Bei einem Umsatz von zusammen 197 Milliarden Euro habe das Kfz-Gewerbe damit 4 Prozent zum Gesamtumsatz der gewerblichen Wirtschaft beigetragen.

(Quelle: Bundesregierung)
(Foto: RainerSturm;PIXELIO)

 

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