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Branchenstudie: Deutsche nutzen Multimediaangebote nur spärlich

Düsseldorf/München, 09.01.2009 11:04 Uhr (redaktion)

Großes Potenzial für Anbieter der Unterhaltungselektronik. Die Deutschen sind im weltweiten Vergleich sehr zurückhaltend was die Nutzung von Medienangeboten betrifft. Zudem halten sie nicht viel von Werbung.

Die weltweite Deloitte-Studie „The State of Media Democracy“ macht deutlich: Deutsche verbringen wenig Zeit mit medialen Aktivitäten.

„Für die Studie wurden über 8.800 Verbraucher in fünf Ländern zu ihren Mediennutzungsgewohnheiten befragt, 1.882 davon in Deutschland. Elektronisch am besten ausgestattet sind die Amerikaner und Briten, den meisten Enthusiasmus findet man bei Brasilianern und Japanern“, erklärt Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte.

In Deutschland gehört die Bevölkerung mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren wie auch in Japan zu den ältesten weltweit – davon sind hierzulande 64 Prozent online. Entsprechend ihrem Ruf zeigten sich die Deutschen reserviert gegenüber Trends und Entwicklungen auf dem Medienmarkt, Faktoren wie „Faszination“ und „Lifestyle“ spielten für sie im Zusammenhang mit Technologie kaum eine Rolle.


 

Personalisierte Werbung prallt am Deustchen ab. Jedoch, ganze 57 Prozent finden, dass Online-Werbung nach TV-Werbung am einflussreichsten ist.


 

PC ersetzt TV als Unterhaltungsmittel
Mehr als die Hälfte der befragten Personen nutzen ihren Computer häufiger zur eigenen Unterhaltung als den Fernseher. Über ein Viertel verwendet das Mobiltelefon als Entertainment-Plattform. Auch wird viel Zeit mit Online-Gaming verbracht. Und die Deutschen sind sendungsbewusster als angenommen: 41 Prozent nutzen „eigene“ Medien, um ihren individuellen Content zu veröffentlichen, 38 Prozent stellen mithilfe aktueller Technologie eigene Unterhaltungsprogramme aus Musik, Fotos und Videos zusammen.

Fazit
„In Deutschland besteht nach wie vor eine deutliche Dominanz traditioneller Medien wie TV, Bücher und Zeitungen. Andererseits erkunden gerade die Jüngeren verstärkt die technischen Möglichkeiten von Internet- und Multimedia-Applikationen bei Endgeräten wie Smartphones. Generell sind die Deutschen aber schwerer zu begeistern als beispielsweise Anglo-Amerikaner oder Brasilianer. Da der Sättigungsgrad bei zahlreichen Geräten und Technologien noch lange nicht erreicht ist, gibt es hier noch Potenzial – was klug genutzt werden kann“, resümiert Klaus Böhm.

(Quelle: Deloitte)
(Foto: © 2008 Bernd Boscolo / pixelio.de)

 

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