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Kaupthing Bank suggeriert Rückzahlungsprobleme auf Grund der DZ Bank

Berlin/Frankfurt am Main, 10.02.2009 19:37 Uhr (FS)

In einer offiziellen Stellungnahme der Kaupthing Bank in Deutschland heißt es, das die DZ Bank 55 Millionen Euro Kaupthing-Kundeneinlagen beschlagnahmt hat und deshalb eine Auszahlung nicht im vollen Umfang möglich ist.

Laut Martin Roth, Bereichsleiter Kommunikation & Marketing der DZ Bank, sieht die Situation der DZ Bank etwas anders aus.

"Die Kaupthing Bank steht mit der DZ BANK in Geschäftsverbindung und unterhält bei uns unter anderem ein reguläres, nicht zweckgebundenes Geschäftskonto auf Guthabenbasis. Gleichzeitig ist die DZ BANK auch Gläubigerin der Kaupthing Bank und hat gegen sie Forderungen, die das Guthaben auf dem Geschäftskonto der Kaupthing Bank weit übersteigen."

"Bei dem Guthaben auf dem Konto der Kaupthing Bank handelt es sich nicht um Gelder, die von Kaupthing-Kunden dorthin überwiesen wurden, sondern um eigenes Vermögen der Kaupthing Bank. Direkte Geschäftsbeziehungen zwischen Kunden der Kaupthing Bank und der DZ BANK bestehen und bestanden ohnehin zu keinem Zeitpunkt."

"Von den vorgenannten Guthaben der Kaupthing Bank sind die Fälle zu unterscheiden, in denen Kaupthing-Kunden noch am Tag des Moratoriumserlasses durch die BaFin (09.10.2008) Gelder auf ihre Anlagekonten bei der Kaupthing-Bank überweisen wollten. Diese Gelder hat die DZ BANK mit Blick auf das Moratorium vor dem Zugriff der Kaupthing-Bank geschützt und beabsichtigt deren Rücküberweisung. Dazu bedarf es jedoch u.a. der Zustimmung seitens der Kaupthing Bank."

"Eine entsprechende Vereinbarung ist mit den deutschen Vertretern der Kaupthing Bank abgestimmt und wurde dem isländischen Verwaltungskomitee („Resolution Committee“) und dem Moratoriums-Aufseher („Moratorium Supervisor“) am 15.01.2009 zugeleitet. Von dort steht bislang jedoch die nötige Erkärung noch aus."

(Quelle: DZ Bank)

www.fmm-magazin.de

 

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