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Düsseldorfer Börse handelt am Rosenmontag - Do bes de platt

Rheinland, 17.02.2009 16:56 Uhr (redaktion)

"Do bes de platt" (Da ist man platt) ist das diesjährige Karnevalsmotto der Düsseldorfer. Kann man in schwierigen Krisenzeiten und im Karneval die Börse erklären?

Im Archiv der Düsseldorfer Börse tauchte dieser Text eines unbekannten Verfassers auf (Freie Übersetzung von unserem Kölner-Redaktionsmitglied für alle Nicht-Rheinländer).

Wenn eener nit die Börse kennt,
un wüßt jän, wat dat wör,
dem liest du he ens dat Jedicht
schön brav un langsam vör!

Wenn jemand nicht die Börse kennt,
aber gerne wüsste was das ist,
dem liest Du dieses Gedicht,
schön brav und langsam vor.

Et lewten einst bei uns am Rhing
Ne brave Bürjersmann.
Zu dem säht eines Dags sin Frau:
ich möht jän Höhner han!

Es lebte einst bei uns am Rhein,
ein braver Bürgersmann.
Zu dem sagte eines Tages seine Frau:
Ich möchte gerne Hühner haben!

Am nächste Marktdag bracht de Mann
Dan Hahn un Höhner mit,
die jowen sich och fleißig draan –
han Kükskes bald jekritt.

Vom nächsten Markttag brachte der Mann
dann Hahn und Hühner mit,
die sich auch gleich fleißig dran gaben-
und bald Küken bekamen.

Is dat die Börse? Mennt ne Mann,
de dat nit janz versteht.
Nu waht doch aff un hör joot zu,
wie dat jetzt wiederjeht!

Ist das jetzt die Börse? Fragt ein Mann,
der das Ganze nicht verstand.
Nun warte doch mal ab und höre gut zu,
wie das jetzt noch weitergeht.

Die Höhner schafften Dag för Dag,
ihr Pfleje, die bewährt sich!
Vill Eier, Kükskes noch un noch,
dat mehrt sich un vermehrt sich.

Die Hühner schafften Tag für Tag,
ihre Pflege bewährte sich.
Viele Eier, Küken über Küken,
es wurde immer mehr.

Aha, ich jlöw, ich weeß Bescheid,
denn wemmer spekuliert,
un hät dann Jlöck – et jeht bergop,
is joot mer situiert!

Ah, ich glaube ich weiß Bescheid,
denn wenn man spekuliert und hat dann
Glück, geht es bergauf und man ist gut gestellt.

Jo, jo, hör zu! Dat Höhnervolk,
se sohn et voller Jlöck.
De Sommer jing, de Reje kom!
De Rhing stieg – Stöck für Stöck!

Ja ja, hör zu! Das Hühnervolk
war voller Glück.
Der Sommer ging, der Regen kam!
Der Rhein stieg an – immer mehr.

Na, weeß du, säht de Freund do drop,
dat kann ich nit verstonn?!
Wat hät de hohe Wasserstand
mit Börsekrom zu donn?

Na weißt Du sagte der Freund darauf,
das verstehe ich nicht.
Was hat der hohe Wasserstand mit dem
Börsenkram zu tun?

Vom Wasser wor – de Deich, de broch,
dat janze Land betroffe,
un all die schöne Höhnerkes
sind öwer Nach versoffe.

Die Deiche waren vom Wasser gebrochen,
das ganze Land war betroffen und all die schönen
Hühner sind über Nacht ertrunken.

So is die Börse? Meent de Freund,
noch hin un her jerisse?!
Jo, jo, statt Höhner hät die
sich Ente koofe müsse!!!

So also ist die Börse, meint der Freund
noch hin und her gerissen?!
Ja ja, anstatt Hühner hätte man sich
Enten kaufen sollen!!!

In diesem Sinne wünscht die Börse Düsseldorf allen „jecken“
Anlegern eine schöne Karnevalszeit mit dreimal Düsseldorf
Helau!!!

in Köln: Alaaf!!!!!!!

Das Wort Alaaf stammt vom altkölnischen Begriff „all af“ („alles ab“ / „alles weg“) ab. „Kölle Alaaf“ kann also soviel bedeuten wie „(Außer) Köln alles weg!“ bzw. „Köln vor allem (anderen)!“. Es kann aber auch darauf zurückzuführen sein, dass vor der Fastenzeit in der Fastnacht gute Speis und Trank aufgebraucht werden mussten („all af“ = „alles weg“). (Wikipedia)

(Foto: Marco Barnebeck; PIXELIO)

www.boerse-duesseldorf.de

 

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