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Bundesregierung für umfassende Überarbeitung der Banken-Vergütungssysteme

Berlin/Frankfurt am Main, 18.02.2009 09:51 Uhr (redaktion)

Banker sollen künftig nicht mehr wegen schneller, hoher Gewinne mit hohen Vergütungen zusätzlichen Boni belohnt werden. Denn extrem kurzfristige Erträge sind mit hohen Risiken behaftet.

„Unverantwortliches Handeln und überzogenes Gewinnstreben gehören schließlich zu den Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise“, heißt es von Seiten der Bundesregierung. „Vergütungssysteme umfassen mehr Beschäftigte als nur den Vorstand. Deshalb sei eine umfassende Überarbeitung der Vergütungssysteme erforderlich“, erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm.

Bei der Frage von Vergütungsansprüchen, die zivilrechtlich vor der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen entstanden sind, könne die Bundesregierung nur an die Manager appellieren. "Es ist aber nach unserer festen Überzeugung kein gutes Vorgehen, auf solche zivilrechtlich entstandenen Ansprüche zu beharren", erklärte Wilhelm.

Wer sie in Anspruch nehmen wolle, müsse überdenken, welches Signal damit an die Gesellschaft gehe: "Das Wort Bonus kommt vom lateinischen Wort für gut, meint also, dass man etwas gut gemacht hat."

Mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz hat die Bundesregierung auch die Vergütung von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsleitungen auf ein angemessenes Maß begrenzt. Eine Vergütung, die 500.000 Euro im Jahr übersteigt, gilt grundsätzlich als unangemessen. Außerdem müssen Finanzinstitute, die staatliche Hilfen in Anspruch nehmen, ihre Boni und andere Erfolgsgratifikationen nach langfristigen Erfolgskriterien ausrichten.

(Quelle: Bundesregierung)
(Foto: tommyS;PIXELIO)

 

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