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Ehemalige Anleger der Phoenix Kapitaldienst erhalten Geld zurück

Berlin, 18.02.2009 11:50 Uhr (redaktion)

Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen wird Ende Februar mit der Auszahlung der ersten wenigen Teilentschädigungen beginnen.

In 86 Fällen sei ein Entschädigungsanspruch von 20.000 Euro festgestellt worden; in den übrigen 1726 Fällen werde es keine Entschädigung geben. Diese Zahlen nennt die Bundesregierung. Wie lange das Entschädigungsverfahren der Phoenix-Anleger noch genau dauern werde, kann die Bundesregierung nicht angeben. Es werde davon ausgegangen, dass sich Prüfung und Auszahlung der noch offenen 27.500 Schadensmeldungen über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren erstrecken würden.

Info zur Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW)
Die EdW gewährt Anlegern eine Entschädigung, wenn ein der EdW zugeordnetes Wertpapierhandelsunternehmen nicht in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu erfüllen. Der Entschädigungsfall muß von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellt worden sein. Ein Entschädigungsanspruch besteht nur, soweit Gelder auf die Währung eines EU-Mitgliedstaates oder auf Euro lauten. Weitere Ausnahmen sind in § 3 EAG geregelt.

Die Höhe der Entschädigung beträgt pro Gläubiger bis zu 90% seiner Forderungen aus Wertpapiergeschäften (maximal 20.000 EUR), die er insgesamt beim betroffenen Wertpapierhandelsunternehmen unterhält. Ein Entschädigungsanspruch besteht nicht, soweit Gelder nicht auf die Währung eines EU-Mitgliedstaates oder auf Euro lauten. Weitere Ausschlussgründe sind in § 3 Abs. 2 EAG geregelt.

Die EdW ist als nicht rechtsfähiges Sondervermögen des Bundes bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) errichtet. Derzeit sind der EdW von der BaFin rund 780 Wertpapierhandelsunternehmen (Stand: September 2008) zugeordnet. Die Mittel für die Durchführung von Entschädigungen sowie zur Erstattung der Verwaltungskosten werden durch Beiträge der zugeordneten Wertpapierhandelsunternehmen erbracht.

Tipp
Ist ein Wertpapierhandelsunternehmen nicht mehr in der Lage, Gelder zurückzuzahlen oder Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften Ihnen gegenüber zu erfüllen, sollten Sie zunächst die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht - BaFin - ( www.bafin.de ) hierüber informieren. Die BaFin prüft die Sachlage und stellt ggf. den Entschädigungsfall fest. Ist dies der Fall, informiert die BaFin die EdW und veröffentlicht die Feststellung des Entschädigungsfalles im Bundesanzeiger.

http://www.anlageschutzarchiv.de/

 

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