Coventry/UK, 31.07.2013 17:04 Uhr (Gastautor)
Der Associate Professor im Bereich strategisches Management an der renommierten Warwick Business School, hat für sein Buch sowohl Peter Loescher, als auch Klaus Kleinfeld und Heinrich von Pierer interviewt.
Dr. Christian Stadler hat bei Siemens einige Monate für das Buch: "Die Jahrhundert-Champions" - Fünf Prinzipien für dauerhaften Unternehmenserfolg oder was wir aus der Geschichte europäischer Top-Unternehmen lernen können, verbracht.
"Das Hauptproblem von Peter Löscher war, dass er ein Außenseiter war. In einem komplexen Unternehmen wie Siemens, ist es schwer, Dinge zu erledigen, wenn man nicht über interne Netzwerke verfügt. So sind einige von seinen "Visionen" und Pläne ins stocken geraten."
"Siemens ist eigentlich nicht so schlecht. Beispielsweise hat die Aktie besser abgeschnitten, als die des Hauptkonkurrenten GE, seit Herr Löscher zum CEO ernannt wurde. Die meisten Probleme macht eigentlich nur eine der vier Geschäftseinheiten: Städte und Infrastrukturen. Das Problem hierbei ist, dass die potenziellen Kunden knapp bei Kasse sind. In Orten, wo dies nicht der Fall, gibt es viel versprechende Projekte, wie in Riyadh (Saudi-Arabien), wo Siemens ein Teil eines Konsortiums zum Bau der U-Bahn ist."
Hintergrund:
Dr. Christian Stadler ist Experte für langfristig ausgelegte Strategien. Die vergangenen zehn Jahren widmete er sich ganz auf die Untersuchung von langlebigen Konzern-Strategien - wie sie wachsen, sich anpassen und ihre Konkurrenten konsequent besiegen. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Harvard Business Review, Fast Company, Fortune-/ CNN veröffentlicht, und sind in 11 Sprachen übersetzt worden.
(Redaktionelle Übersetzung: Frank Schulz)
(Quelle: Warwick Business School)
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