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EDI-Geschäftsprozesse optimieren: Digital vs. Papier

Düsseldorf, 27.08.2013 21:26 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Immer mehr Unternehmen, vor allem im Handel und in der Industrie, setzen auf den Austausch digitalisierter Geschäftsprozesse mit Kunden und Lieferanten. Vorteile sind geringere Kosten und vor allem weniger Fehlerquellen.

Nicht nur die einschlägigen Verlage in Deutschland stehen vor der Herausforderung "Digitalisierung". Viele Leser stillen ihren Informationsbedarf immer mehr über das Medium Internet. Via Tablet PC oder dem Smartphone lassen sich Inhalte überall abrufen.

Ähnlich schreitet der digitale Datenaustausch bei klassischen Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen voran. Die METRO Österreich beispielsweise tauscht mit ihren Lieferanten keine Rechnungen mehr auf Papier aus, sondern digital - via EDI (Electronic Data Interchange). Letztlich ersetzt EDI in wesentlichen Geschäftsvorfällen das Papier durch elektronische Dokumente, wie Bestellungen, Bestandsübersichten, Analysedaten und Rechnungen.

Quelle: Statista
Quelle: Statista

Um den Trend kostenreduzierter, digitalisierter Geschäftsprozesse nachzukommen, bedarf es eines erfahrenen EDI Dienstleisters. Der Nutzen soll sich schließlich durchgehend einstellen - Prozesse werden schneller, schlanker und effizienter.

Wie funktioniert das?
Klassisch gesehen bietet ein Unternehmen eine automatisierte Schnittstelle für ihre Geschäftspartner an. In unserem Fall gibt die METRO ihren Lieferanten die Vorgaben für die digitale Übertragung an die Hand. Interessant sind Online-Dienstleister, an die Unternehmen ihre Daten schicken können. Somit wird kein eigenes EDI-System benötigt!

Der Outsourcing-Dienstleister "übersetzt" quasi ihre Daten und sendet diese für ihren Geschäftspartner lesbar weiter. Umgekehrt natürlich auch. Sogar kostenübersichtliche Flatrates für diesen Service sind möglich. Da die Daten digital vorliegen, können diese einfach weiter verarbeitet werden.

Ohne Digitalisierung konnte das Geschehen: Volvos Marketingmanager versprachen 1995 ihren Händlern heimlich hohe Rabatte für grüne Autos - von denen große Mengen das Lager blockierten. Leider wussten die Supply-Chain-Manager* von dieser Abmachung nichts. Als sie merkten, dass grüne Autos plötzlich wie wild gekauft wurden, verdoppelten sie die Produktionsziele für das folgende Jahr. So hatte der Konzern schließlich noch mehr grüne Volvos als vorher. (Quelle: Harvard Business Manager).

* Unternehmensübergreifende Planung, Steuerung und Kontrolle aller logistischen Aufgaben in einer Wertschöpfungskette.

(Artikelbild: Rainer Sturm / pixelio.de)

 

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