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Honorar vs. Provision: Anlagenberatung auf Honorarbasis im Aufwind

Düsseldorf, 08.10.2013 18:54 Uhr (Finanzredaktion)

Verbraucher sind durch die Finanzkrise in ihrer Auswahl bei Finanzthemen vorsichtiger geworden. Aber was ist, wenn man beispielsweise Finanzprodukte nicht versteht? Helfen da provisionsgetriebene Beratungsmodelle oder doch eher die auf einem Honorar basierenden Beratungen?

Finanzberatung ist Vertrauenssache. So der allgemeine Sprachgebrauch von Anbietern der milliardenschweren Finanzindustrie.

Jeder Mensch ist individuell und hat seine ganz persönlichen Bedürfnisse. Aber warum werden dann Verbraucher bei der Vermögensberatung häufig in unpassende Finanzprodukte gezwängt?

Ein Grund hierfür ist der sogenannte produktbezogene Verkauf. Viele Bankkunden beispielsweise wissen gar nicht, das ihr Bankberater Umsatzvorgaben hat und Provisionen für den Verkauf von Finanzprodukten erhält. Ob dabei immer eine unabhängige "Beratung" einher geht, muss jeder für sich beantworten. Viele lassen sich Finanzprodukte verkaufen, die dem individuellen Absicherungsbedarf in Zukunft nicht gerecht werden. Sie passen schlichtweg nicht.

Beratung bedeutet im Kern "Probleme lösen"

Kunden fragen kaum nach, wenn sie etwas nicht verstehen. Das ist grundsätzlich falsch. Bei der Honorarberatung steht das Ziel schon im Wort "Beratung" anstatt "Verkaufen".

Statista: Frage zur Einführung der Honorarberatung
Statista: Frage zur Einführung der Honorarberatung

Diese Umfrage zeigt die Bereitschaft zu Investitionen von Banken in Honorarberatung. Im Jahr 2012 gab es In Deutschland gerade mal vier Banken, die Honorarberatung angeboten haben.

Bei der Honorarberatung zahlt der Kunde eine Vergütung an den Vermittler, dessen Höhe er – im Gegensatz zur Abschlussprovision – vorher genau kennt.

Klare Regeln ab 2014

Ein neues Gesetz regelt vom kommenden Jahr an den Beruf des "Honorar-Anlageberaters". Immerhin stehen gut 300.000 provisionsabhängigen Beratern ca. 1.500 Honorarberater gegenüber.

Honorarberater müssen besondere Anforderungen gerecht werden: (Quelle: Bundesregierung)

 

Letzteres bedeutet: Wenn ein Finanzprodukt mit Provisionszahlungen verknüpft ist, muss der Honorarberater diesen Betrag an seinen Kunden abführen!


 

Wie von Honorarberatern profitieren?
Da die Zahl der Berater noch recht überschaubar ist, stellt sich die Frage: Wo finde ich einen Berater und der am besten noch in meiner Nähe ist?

Eine Anlaufstelle ist die Internetseite www.bundesweitefinanzberatung.de/. Gut strukturiert können hier Verbraucher einerseits das Finanzthema wählen, also z.b. Altersvorsorge oder Geldanlage und andererseits über die Postleitzahlsuche einen Berater in der Nähe auswählen.

Der Kontakt wird über die im Profil des Beraters aufgeführten Kommunikationsmittel bequem hergestellt.

Mehrwert durch Fachbeiträge
Als zusätzliche Orientierung für Interessenten stehen auf dem Portal wissensvermittelnde Fachbeiträge zu unterschiedlichen Finanzthemen bereit. Hierüber geben die Berater einen spannenden Einblick in ihre Kompetenzen. Eine gute Art der Transparenzdarstellung.

Zurücklehnen und informieren - Ein Erklärvideo zur Art und Weise der Honorarberatung

Über einen "Beratungsgutschein" auf der Internetseite kann der Interessent mit seinem persönlichen Experten ein 30-minütiges, kostenloses Beratungsgespräch führen.

(Artikelfoto: GG-Berlin / pixelio.de)

 

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