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Investment-Strategien: Klassisches Trading versus binäre Optionen

Düsseldorf, 30.01.2014 15:12 Uhr (Finanzredaktion)

Ein Bereich, der seit 2008 im Trading enorm wächst zu weltweit zu Dutzenden oder gar Hunderten Neugründungen von Brokern geführt hat, ist das Feld der sogenannten binären Optionen. Das sind Optionen, die Kinder des mobilen Internets sind, denn hierfür wurden sie geschaffen.

Es lohnt sich eher, binäre Optionen unter dem Blickwinkel des Smartphone-Tradings als aus der Perspektive börslicher Entwicklungen zu betrachten.

Aufbau binärer Optionen

Binäre Optionen funktionieren zunächst einmal wirklich binär, es gibt also nur die beiden Möglichkeiten eines (relativ hohen) Gewinns oder des Totalverlustes. Manche Broker zahlen im Verlustfall 10 bis 15 Prozent des Einsatzes zurück. Dabei kann der Trader zwischen folgenden Optionsformen wählen:

Binäre Optionen handeln am Beispiel Geld247
Binäre Optionen: Screen der Geld247.com

Call und Put: Wenn der Basiswert während zum Ende der Laufzeit gestiegen ist, hat die binäre Call-Option zwischen 75 bis 85 Prozent gewonnen, umgekehrt hat bei einem Kursrückgang die Put-Option gewonnen. Bemerkenswert: Es genügt ein geringfügiger Anstieg oder Fall für den hohen Gewinn.

Touch-Optionen: Der Trader spekuliert auf das Berühren einer bestimmten Preisgrenze. Diese schwierige Option belohnen die Broker im Gewinnfall mit sogenannten High Yields, Superprofiten zwischen rund 200 bis 700 Prozent.

Range-Optionen: Bei dieser Form muss die Option innerhalb oder außerhalb einer bestimmten Range enden. Die Optionszeit kann zwischen 60 Sekunden (bei Call- und Put-Optionen) über 15, 30 und 60 Minuten bis zu mehreren Stunden, Tagen, Wochen und Monaten liegen. Auch Sonderformen wie ein Options-Builder für die Eigenkonstruktion einer binären Option, das frühere Schließen einer im Gewinn liegenden Option ("Early Closure") oder ihr Verlängern ("Roll-over") sind möglich.

Inzwischen entwickeln die Anbieter immer neue Varianten, beispielsweise die "Ladder" (Leiter) für das prozyklische Zukaufen von Gewinnpositionen. Herauszuarbeiten wäre nun der Unterschied zwischen der binären Option und dem klassischen Derivat, also klassischen Optionsscheinen, Knock-outs und CFDs. Eine ideale Informations- und Handlungsplattform bietet Geld247.com, mit vielen Erstinfos und Tipps für den Trader.

Warum binäre Optionen?

Es fragt sich, wer auf die Idee kam, binäre Optionen zu kreieren, die doch ganz und gar vom fließenden Gewinn-Verlust-Modell abweichen, das ansonsten an der Börse vorherrscht. Zu vermuten wäre, wie eingangs erwähnt, dass die binären Optionen ein Kind des mobilen Internets sind. Sie müssen nämlich nur gebucht werden, um das Stopplossmanagement braucht sich der Trader danach nicht zu kümmern. Das wäre mit einem Smartphone auch nur schwer zu bewerkstelligen, was den Schluss nahelegt, dass binäre Optionen und das mobile Netz perfekt zusammenpassen.

Allerdings ist anzumerken, dass die ersten binären Optionen noch nicht für mobile Anwendungen konzipiert waren, jedenfalls nicht mehr als jede andere Webseite, und dass es auch aktuell noch Broker gibt, die nicht unbedingt Apps für jede mobile Endanwendung - Android-, iOS-, Blackberry- und sonstige Geräte - anbieten. Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass es noch einen weiteren Vorzug geben muss.

Dieser besteht in der binären Entscheidung: Ich setze auf einen steigenden oder fallenden Kurs, auf das Erreichen dieser oder jener Preisgrenze, das Verbleiben in der Range. Was im Einzelnen passiert, kümmert mich nicht. So eine Haltung könnte durch die Crashs der 2000er Jahre salonfähig geworden sein, die viele Planungen an den Börsen zunichtemachten.

Zu Planungen über Wochen, Monate und Jahre gehört ein Stopplossmanagement, aber wer plant schon gern, wenn es 2007/2008 einen verheerenden Crash gibt und nach der Erholung 2011 bereits der nächste Crash folgt? Da wählen doch viele Trader lieber die mühelosen binären Optionen, die daher viele Anhänger finden könnten.


(Artikelbild: Gerd Altmann / pixelio.de)

 

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