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Finanztests im Internet: Wissen und Orientierung für Verbraucher

Düsseldorf, 21.02.2014 11:51 Uhr (Frank Schulz)

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Im Hinblick auf den Abschluss von Finanzprodukten, wie Vorsorge oder Absicherung, ist diese Redewendung eine ernst zu nehmende Maßnahme. Doch wer prüft Angebote, denen man dann vertrauen kann? Ein geeignetes Instrument sind Testberichte.

Beim Thema Finanzen beschäftigen sich die Verbraucher aktuell mit zwei großen Themen: Reicht mein Geld im Alter und wie lege ich mein Geld bei den niedrigen Zinsen am sinnvollsten an?

Durch die Finanzkrise ab dem Jahr 2007 hat das Vertrauen in die Finanzmärkte gravierend gelitten - teils zu Recht. Resultierend aus den hohen Staatsschulden vieler EU-Mitgliedsländer haben die Notenbanken viel Liquidität und niedrige Zinsen in den Markt gepumpt. Eine Konsequenz für Verbraucher sind extrem niedrige Zinsen auf ihre Geldanlagen. Es gilt, die richtigen Entscheidungen für die Altersvorsorge und für familiäre Absicherungskonzepte zu treffen. Was in der Tat nicht ganz einfach ist.

Statista Grafik zum Finazwissen

Die Umfrage thematisiert die Bewertung des eigenen Finanzwissens der Deutschen. 42 Prozent der Befragten stufen ihr Wissen in Bezug auf finanzielle Angelegenheiten als gut oder sehr gut ein.

Obwohl das Finanzwissen in den letzten Jahren, eben durch den Crash auf den Finanzmärkten etwas zugenommen hat, sind viele Verbraucher doch unsicher. Eine Studie der AXA Investment Managers Deutschland (2012) formuliert es so: "Eines wissen die Deutschen hingegen ziemlich gut: Sie sind sich sicher, dass sie wenig wissen!" Die eine Hälfte fühlt sich in ihrem Wissen gefestigt, aber die anderen über 50 Prozent sind es nicht!

Die Produktvielfalt ist ein Problem

Nehmen wie das Anlageprodukt Fonds. Hier sagen die Deutschen laut AXA Studie, das sie "... nach wie vor verunsichert sind ..." Fast drei Viertel der Befragten (71 %) sind der Meinung, man bräuchte vertiefte wirtschaftliche Kenntnisse, um in Fonds zu investieren (In den Jahren 2009: 68 %, 2008: 63 %, 2007: 56 %, 2006: 64 %). Ein erstaunliches Ergebnis, jedoch zeigt es, wie komplex Finanzprodukte sind bzw. geworden sind.

Statista Grafik zu den Informationsquellen für Verbraucher

Die Umfrage thematisiert die genutzten und gewünschten Informationsquellen zu Finanzwissen.

Das Vertrauen spielt bei der Geldanlage nach wie vor eine große Rolle. Viele Verbraucher wünschen sich aber auch erweiterte Informationsquellen als Freunde, Bekannte und den Bankberater. Eine zusätzliche Quelle können Testsieger Berichte im Internet sein. So hat beispielsweise das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag von n-tv im Jahr 2013 Altersvorsorgeprodukte von Versicherern untersucht. In der Studie wurden klassische und fondsgebundene Produkte von 15 großen Versicherern mit Vermittlernetz analysiert.

Das Ergebnis: "Testsieger Privat-Rente wurde die Allianz. Das Unternehmen erreichte in der Leistungsanalyse (Rating und Rente) Rang eins. Grund dafür waren die überdurchschnittlich hohen Rentenbeträge und Ablaufleistungen. Im Service bot Allianz die beste Telefonberatung. Aachen-Münchener kam auf Rang zwei, was vor allem an den hohen Auszahlungen bei der klassischen und der fondsgebundenen Rente lag. Im Service landete der Versicherer durch die beste E-Mail-Bearbeitung und die sehr gute Beratung vor Ort auf Platz eins. Die Alte Leipziger nahm den dritten Rang ein." (Quelle: Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ))

Fazit: Verbraucher finden im Internet durchaus solide Informationen als Entscheidungsgrundlage für Vorsorge & Co.. Gute Quellen sind Testsieger Berichte u.a. von der Stiftung Warentest, Ökotest oder Focus Money. Für Interessierte bieten zudem wissenschatliche Institutionen umfangreiches Material zu Hintergünde und zu tiefergehenden Strukturen von Finanzprodukten.


(Quellen: AXA, Statista, DISQ, Uni Bamberg)

 

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