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Geldanlage Gold: Das Edelmetall hat stürmische Zeiten hinter sich

Düsseldorf, 28.05.2014 13:04 Uhr (Frank Schulz)

Ein Investment in Gold galt immer als verlässlich und vernünftig um für schlechte Zeiten als Reserve herzuhalten. Selbst Länder wie die Bundesrepublik Deutschland sitzen auf Tonnen von Goldreserven. Geht immer noch ein bisschen Gold im Depot?

Die Damenwelt reagiert verzückt auf das gelblich schimmernde Edelmetall, geformt in glatten Strukturen oder grober Verarbeitung ein Hingucker in jeder Schmuckschatulle. Auch das männliche Geschlecht kann sich dem Bann einer gewissen mythischen Ausstrahlung nicht entziehen. Doch eher in Form von massiven Barren...

Ein paar Fakten: Der Goldbesitz privater Haushalte in Deutschland hatte 2010 ein Volumen von 7.557 Tonnen. Der Goldbestand bei Fonds weltweit umfasste laut LBBW (Landesbank Baden Württemberg) im Jahr 2011 über 2.200 Tonnen. Der Preis für eine Unze Feingold wird in der Regel in US-Dollar pro Feinunze quotiert, wobei eine Feinunze 31,1035 Gramm Gold entspricht.

Goldpreisentwicklung und Einstellung zum Thema Gold

Statista Grafik weltweite Goldnachfrage

Anmerkung: Die Statistik zeigt Quartalszahlen zur weltweiten Goldnachfrage im Zeitraum der Jahre 2009 bis 2013 unterteilt nach dem Verwendungszweck. Die Nachfrage nach physischem Gold ist größer als das Angebot über die Minenproduktion. Das Gleichgewicht wird durch Wiederaufbereitung (scrap) und auch zu einem großen Teil von Zentralbankverkäufen hergestellt.

**Die Werte ergeben sich aus der Addition der Goldnachfrage zu Investmentzwecken in Form von Barren oder Münzen sowie Wertanlagen, die physisch mit Gold hinterlegt sind, wie zum Beispiel ETFs (Exchange Traded Funds) oder ähnliche Anlageformen.

In Zeiten von Krisen flüchten private- und institutionelle Anleger in die Anlageform Gold. Vor allem seit der Finanzkrise im Jahr 2008 gab es einen regelrechten Boom auf Gold. Die Preise explodierten, da andere Anlageformen keine Sicherheit boten bzw. kaum Renditen einbrachten. Doch der Werteeinbruch lies nicht lange auf sich warten. Analysten sprechen nach einer Boom-Phase von "natürlicher Marktregulierung", da Gold ähnlich wie zur Zeit Aktien teils zu hoch bewertet war.

GOYAX Chart zum Verlauf von Gold über 5 Jahre

Anmerkung: Im Jahr 2011 katapultierte der Goldpreis auf einen Wert von 1.900 US-Dollar. Aktuell (28.05.14) liegt der Preis bei 1.264,43 US-Dollar.

Anlageformen in Gold

Ein Investment in Gold kann direkt, also in Form von Goldbarren beispielsweise auch bei einem Online-Händler als Einmalanlage, als Ansparplan oder als sogenannten Exchange Traded Commodity (ETCs investieren in Rohstoffe, ohne dass dabei Terminkontrakte erstehen oder Rohstoffe physisch bezogen werden), erfolgen. Anleger, die Gold pysisch, also in Form von Barren kaufen, können sich diese sogar zusenden lassen. Es empfiehlt sich jedoch eine sichere Lagerung in Hochsicherheitssystemen.

Wie bei jeder Geldanlage sollten Anleger auch bedenken, das verfügbare Geld nicht in ein einziges Finanzprodukt zu investieren. Eine Verteilung im Depot macht insbesondere in den Phasen seit der Finanzkrise Sinn. Anders wie Profihändler haben Privatanleger selten die Zeit und vor allem nicht immer das notwendige Wissen, um Marktentwicklungen fundamental oder technisch analysieren zu können.

Gold hat einen großen Vorteil, wenn Anleger in Barren investieren: Es gehört ihm und als "harte Währung" löst sich das Geld nicht in Schall und Rauch auf, wie beispielsweise Inhaberschuldverschreibungen. Die zwar mit hohen Zinsen von bis zu 8 Prozent winken, aber auch einen Totalverlust bringen können!


(Recherche/Quellen: Börse Stuttgart AG/Statista)

 

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