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Thema Finanzwissen: Wo lernen junge Menschen den Umgang mit Geld?

Düsseldorf, 05.02.2015 15:11 Uhr (Frank Schulz)

Die Deutschen haben viel Geld auf der hohen Kante. Das reine Geldvermögen (ohne Immobilien) beläuft sich auf 5 Billionen Euro. Insbesondere für junge Menschen, die in Zukunft für den Generationsvertrag aufkommen müssen, ist das Finanzwissen und die Zusamennhänge von Geld und Wirtschaft wichtig.

Das Thema Sicherheit steht seit der Finanzkrise im Vordergrund bei der Geldanlage. Auch aus diesem Grund setzen deutsche Sparer vorrangig auf Giro-, Spar- und Festgeldkonten oder Bargeld. Da es auf diese Anlageformen kaum Zinsen gibt, nehmen die Sparer den Inflationsverlust in Kauf.

Statista Grafik Umgang Geld

Obwohl sich das Verhalten in Verbindung mit dem Risikobewusstsein geändert hat, setzen Anleger immer wieder in Anlageformen, die sie nicht kennen und prompt damit auf die Nase fallen. fallen. So wie im Fall des Wind-Energieerzeugers Prokon.

Die Aussicht auf eine hohe Rendite wurde durch das Finanzprodukt "Genussschein" versprochen. Genussscheine sind sogenannte Inhaberpapiere, die Anleger mit einem Emittenten (hier Prokon) auf guten Glauben gegen ihr Geld tauschen. Zudem: Anders als ein Aktionär besitzt der Genussscheininhaber kein Stimmrecht und ebenso kein Mitwirkungsrecht.

Wie agieren Anleger, wenn es um das Thema Sparen im Alltag
geht? Sie verlassen sich auf ihr Bauchgefühl.

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Anmerkung: Viele Deutsche verlassen sich vor allem auf ihr Bauchgefühl. Empfehlungen von Beratern oder Testberichte haben deutlich weniger Relevanz. Und: Die Verantwortung für finanzielle Fehlentscheidungen wird gerne abgegeben. 56 Prozent derjenigen, die schon einmal Geld verloren haben, sehen die Schuld hierfür nicht bei sich selbst, sondern bei anderen.

Finanzwissen in der Schule lehren

Eine finanzielle Allgemeinbildung kann in den Schulen vermittelt werden. Kumpels oder Bekannte befragen reicht nicht aus. Denn: Es kommt auf die Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Finanzwesen an. Diese zu verstehen bedeutet ein Fundament an Wissen, auf dem beispielsweise Finanzprodukte besser verstanden werden. Fonds oder Zertifikate sind an sich mathematische Konstrukte, aber die Emittenten dahinter investieren in weltweite Werte wie Aktien. Wer weiß, wie DAX und Co. funktionieren, der ist eindeutig im Vorteil.

Hoch im Kurs Facebook

Dass die Vermittlung von Finanzwissen auch Spaß machen kann, zeigt das seit Jahren bestehende Projekt "Hoch-im-Kurs", das vom Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) gefördert wird. Es ist ein Portal mit Finanztipps für Schüler und Studenten. Neben dem Umgang mit Geld werden "Basics" wie ein Wirtschaftskreislauf oder die Volkswirtschaft funktioniert erklärt. Vor allem das Thema Rente - für später vorsorgen - sollte ein großes Thema für junge Menschen sein.

Das Portal bietet u.a. eine Finanz-App (iOS und Android), mit der man seine Finanzen immer im Griff hat. Hier wird das Thema Einnahmen und Ausgaben verwaltet. Zusätzlich werden zahlreiche Tools wie ein Sparplan-Rechner oder ein Glossar angeboten. Für Lehrkräfte stehen zahlreichen Unterrichtsmaterialien, wie Arbeitsblätter und Artikel als Download zur Verfügung.

Tipp: Hoch-im-Kurs bietet nicht nur für junge Menschen eine interessante Wissensbasis zum Thema Finanzen an. Es gibt für jeden Anlegertyp sicherlich die ein oder andere Antwort auf dem Portal!

(Quelle: Hoch-im-Kurs, BVI, Statista, comdirect)

 

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