Finanzen Markt & Meinungen Startseite

 

Anlageinstrumente: Der Handel mit Differenzkontrakten (CFDs) als Alternative?

Düsseldorf, 09.03.2015 18:24 Uhr (Frank Schulz)

Seit der Finanzkrise hüten die Deutschen ihr Vermögen größtenteils auf Sparbüchern oder Tages- und Festgeldkonten. Viele Anleger scheuen das Risiko und selbst Aktien werden verschmäht. Wem ein Direktinvestment zu heikel ist, kann beispielsweise mit dem Anlageinstrument CFD trotz geringem Kapitaleinsatz an der Entwicklung von Aktien, Rohstoffen oder Devisen partizipieren.

Das Anlageinstrument CFD (Contracts for Difference oder Differenzkontrakte) stammt aus dem angelsächsischen und hat seinen Ursprung in Großbritannien. Sie sind der Kategorie der Derivate zuzuordnen.

Anleger investieren indirekt in ein Finanzprodukt. Im Prinzip schließen Anleger Geschäfte über Kursänderungen von Finanzprodukten ab wie beispielsweise auf Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen.


 

Da das Anlageinstrument CFD ursprünglich für institutionelle Anleger gedacht war, die sich täglich mit Marktbeobachtungen und Marktveränderungen an den Finanzmärkten auskennen, sollten sich Selbstentscheider der Risiken bewusst sein. Verluste sind genauso schnell gemacht wie Gewinne.


 

Wie nutzen Anleger das Anlageinstrument

Nach Angaben des CFD Verbandes aus Frankfurt am Main wurden CFDs im Jahr 2014 größtenteils auf Aktienindizes gehandelt (88,5 Prozent vs. 79,9 Prozent im Jahr 2013). Der Anteil des gehandelten Volumens an Devisen ging von 15,6 Prozent im Jahr 2013 auf 8,2 Prozent im Jahr 2014 zurück.

CFD Handel Arten

Auf Rohstoffe wurden 2 Prozent des Gesamtvolumens investiert. Im Übrigen war der DAX mit 74,8 Prozent der gefragteste Aktienindex. Anmerkung: Die Studie wurde vom Research Center For Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Kleine erstellt (Quelle: CFD Verband).

Wie findet der CFD Handel statt?

CFDs sind keine börsennotierten Produkte, sondern werden größtenteils außerbörslich z.b. über einen Online CFD-Broker gehandelt. Bei Differenzkontrakten werden immer zwei Kurse angezeigt: ein Kauf- und ein Verkaufskurs. Die Geld-Brief-Spanne ist die Differenz zwischen diesen beiden Preisen. Wenn Sie auf einen fallenden Kurs setzen, verwenden Sie den Verkaufspreis (Brief). Wenn Sie einen steigenden Kurs erwarten, verwenden Sie den Kaufpreis (Geld).

Long gehen: Wenn Sie in Erwartung steigender Kurse Long gehen, kaufen Sie CFDs, die Sie später zu einem höheren Kurs wieder verkaufen.

Short gehen: Erwarten Sie fallende Kurse, dann gehen Sie Short. Das bedeutet, Sie verkaufen zunächst CFDs, die Sie später zu einem tieferen Kurs zurückkaufen.

Wieviel Kapital muss ich investieren?

Da nicht direkt in ein Finanzprodukt wie beispielsweise in eine Aktie investiert wird, sondern eine Art Sicherheitsleistung hinterlegt wird - die Margin, benötigen Anleger weitaus weniger Kapital als bei einem Direktinvestment.

Nachfolgend ein praxisnahes Beispiel: (Quelle: IG Group)

CFD Handel Beispiel Deutsche Post AG

Wer als Anleger in den Handel mit CFDs Handel einsteigen möchte, sollte mit einem Musterdepot beginnen. Zusätzlich ist zu bedenken, dass der CFD Handel zumeist sehr schnell und in kurzen Abstand erfolgt. Also sollten Interessenten genügend Zeit investieren. Wichtig ist zudem ein Online-Broker mit einer guten IT-Infrastruktur und einer Portion Erfahrung. Ebenso ist ein umfassender Kundenservice inkl. Transparenz wichtig.

(Quelle: IG Group / CFD Portal / CFD Verband)

Redaktionshinweis: Diese Mitteilung dient der Informationsgebung. Finanzen Markt & Meinungen ruft nicht zum Erwerb oder zum Verkauf von Anlageprodukten oder Wertpapieren auf. Interessierte Anleger sollten sich grundsätzlich Emissions-/Produktprospekte genau anschauen. Die hier aufgeführten Äußerungen, Analysen und Produktbewertungen sind ausschließlich Meinungen und Ansichten des Herausgebers bzw. Produktgebers. Finanzen Markt und Meinungen hat diese Angaben nicht überprüft.

 

» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen