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Das Finanzprodukt Anleihe ist bei Anlegern beliebt

Düsseldorf, 14.07.2015 17:06 Uhr (Frank Schulz)

Bei professionellen Anlegern ist die Anleihe ein wichtiges Investment-Instrument um das Portfolio zu stabilisieren. Die großen Portfoliomanager setzen dabei häufig auf Bundesanleihen oder Unternehmensanleihen.

Was sind eigentlich Anleihen?

Diese Schuldverschreibungen werden beispielsweise von öffentlichen Emittenten (Herausgeber) wie Bund, Länder und Gemeinden und von Unternehmen und Kreditinstituten angeboten. Der Anleger gewährt dem Emittenten im Prinzip einen Kredit über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Verzinsung. In Sachen Risiko gilt: Je höher die Verzinsung, desto risikoreicher ist die Geldanlage. Am besten informieren sich Anleger vor dem Kauf über die Bonität des Emittenten. Vor allem Bewertungen von Rating-Agenturen können als Quelle herangezogen werden.

Welche Arten von Anleihen existieren?

Anleihen Entwicklung oekom Research

(Volumen der ausstehenden Unternehmensanleihen ohne Finanzanleihen in der Eurozone. Quelle: oekom Research).

Nach Ausbruch der Finanzkrise und einer Reihe von Bankenpleiten wurden seitens der EU strengere Regeln für Finanzinstitute erlassen. Viele kennen den Bankenstresstest, in dem alle großen Banken in der Eurozone auf den Zahn gefühlt wurden, ob z.b. genügend Eigenkapital zur Verfügung steht. Unternehmen vor allem aus dem deutschen Mittelstand hatten das Nachsehen. Die Banken waren und sind immer noch sehr restriktiv in der Vergabe von Unternehmenskrediten.

Die Unternehmensanleihe - die alternative Finanzierungsquelle

Es entstand eine hohe Nachfrage seitens Anleger, denn die Renditen lagen zumeist über 5 Prozent. In der Zeit von niedrigen Zinsen eine lukrative Anlageform. An Börsenplätzen wie Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf entstanden eigene Handelsplattformen für Mittelstandsanleihen.

Nachdem es auch einige Ausfälle gab, wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Anleger haben dann auch mal einen Blick in die Wertpapierprospekte riskiert und sich nicht nur von hohen Zinsen (Kupons) hinreißen lassen. Transparenz und eine offene Kommunikation seitens des Emittenten sind wichtig geworden. Geschäftsmodelle spielen bei Corporate Bonds eine große Rolle.

Wenn eine bekannte Marke wie Katjes International recht aktuell eine Anleihe begeben hat, dann zeugt Nachfrage von Erfolg. Die Katjes Anleihe wird im sogenannten Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Snapshot Anleihe Katjes
Snapshot Anleihe Katjes

Was machen Unternehmen mit dem Geld?

Häufig werden Verpflichtungen abgelöst oder auch wie beim Süßwarenhersteller weitere Akquisitionen realisiert. In einer globalen Welt ist Qualität und die Investition in Wachstum ein stetiger Begleiter der Unternehmensführung.

Neben der Rendite als Anlegerinteresse wird zudem das Thema Nachhaltigkeit wichtiger. Wie verhält sich das Unternehmen in Sachen Werte & Verantwortung. Deutschland ist ein typisches „Anleihenland“. Der Anteil von Anleihen in deutschen Portfolios beträgt 65 Prozent und in Frankreich 62 Prozent. Am geringsten in Schweden mit 39 Prozent. Bei den nachhaltigkeitsorientierten Investoren liegt der entsprechende Anteil in Deutschland bei 48 Prozent, wobei 23 Prozent in Unternehmensanleihen angelegt sind.

Wie bei allen Anlageprodukten ist der Blick auf Zahlen wichtig. Doch auch Entwicklungen der jeweiligen Unternehmen sollte im Auge behalten werden.

(Quellen: oekom research AG / Deutsche Börse)

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