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Industrielle Automatisierung | Unterstützung für Sicherheit und Organisation

Düsseldorf, 19.02.2016 14:50 Uhr (Frank Schulz)

Die Automatisierung in der Industrie betrifft vor allem die prozessorientierten Abläufe in der Produktion. Unternehmen aus dem Mittelstand werden zu Full-Service Anbietern in Zeiten von Industrie 4.0. Viele Herausforderungen bestimmen den Wandel.

"Wir erleben die totale Vernetzung, begreifen es aber nicht ...", Ranga Yogeshwar auf dem Mittestands-Summit 2015 in Essen.

Die Stichworte "Industrie 4.0" und "Internet der Dinge" wurden in Deutschland zögerlich und mit der kulturellen Selbstverständlichkeit der Skepsis gerade vom Mittelstand mit Vorsicht beäugt. Dabei zählt Deutschland neben Japan zu den Vorreitern bei der Optimierung industrieller Fertigungsprozesse. Aber mit Marketingworten verdienen die Unternehmen kein Geld, sondern mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten.

Im Übrigen hat das Wort "Industrie 4.0" seinen Ursprung anscheinend von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. August-Wilhelm Scheer. Er wurde auf einem Kongress gefragt, wie er die zukünftige Entwicklung der Digitalisierung in der Industrie benennen würde. Spontan fiel im der Begriff Industrie 4.0 ein und Marketing-Bosse hatten endlich wieder ein Keyword.

Wegbereiter Software und Personal Computer

Mit Aufkommen der Personal Computer Anfang der 80er Jahre, vor allem mit ihrem einheitlichen Betriebssystem (MS-DOS/Windows) und den flexiblen Programmiersprachen konnten beispielsweise Konstruktionen (CAD) auf dem Personal Coputer abgebildet werden. Die rieseigen Zeichenbretter in den Ingenieurbüros verschwanden. PC-basierte Softwareprogramme steuerten bald CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control).

(Der Traum, das uns Maschinen Arbeit abnehmen und wir dadurch effizienter werden, lässt der Kreativität freien Lauf ...)

Komplexere Prozesse durch die Vernetzung

Ranga Yogeshwar meint wie beschrieben, dass wir die Dimension der "totalen Vernetzung" nicht begreifen. Daten und Informationen, die früher in EDV-Systemen gepflegt wurden, die ganze Räume ausfüllten, passen heutzutage in ein Smartphone. Die Auswirkungen, die alle betreffen, zeigt das Beispiel "Internet der Dinge". Stichwort: Der Kühlschrank bestellt Ware nach, sobald der Mindeststand an Milch, Joghurt oder Eier erreicht ist. Technisch gesehen kein Problem. Was fehlt, ist nicht der prozessübergreifende Austausch, sondern die Herausforderung in der Logistik (z.b. Empfang der Bestellung und Zeitpunkt der Lieferung, da frische Ware).

Industrielle Automatisierung verändert Prozesse und Organisationen

Die Herausforderung der industriellen Revolution ist die Transformation von der Fabrikhalle hin zur virtuellen Welt (Prof. August-Wilhelm Scheer). Markteilnehmer benötigen Unterstützung in der technischen Umsetzung aber auch in der Organisation von übergreifenden Prozessen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die ständige Überwachung der IT Systeme hinsichtlich möglicher Sicherheitslücken.

Wie heißt es in einem Artikel des auf Industrieservices spezialisierten Anbieters Yokogawa aus Ratingen: "Die Automatisierung einer Prozessanlage muss vielerlei Anforderungen gerecht werden: denen an Produktivität und Sicherheit des Prozesses, aber auch den ökonomischen Zielen des Betreibers. Termintreue und Kostendisziplin sind entscheidende Kriterien für den Projekterfolg. Zudem wird in Zeiten raschen technischen Fortschritts und immer flexiblerer Produktion das Engineering auch im Bereich der Automatisierung zur Lebenszyklusaufgabe."

Das ursprünglich im Jahr 1915 in Tokio gegründete Unternehmen bündelt seine Services heute weltweit für Kunden in der maßgeschneiderten VigilantPlant Services Einheit. Inhalte sind Systembetreuung, die Betriebsbegleitung, die Modernisierung und die Beratung von Optimierungsrelevanzen.

Problem IT Sicherheit

Cyberangriffe Deutsche Unternehmen

Spätestens seit dem Cyberangriff "Stuxnet" * wissen wir, dass sogar komplexe Industrieanlagen ohne Weiteres fremdgesteuert werden können. Beim Thema Angriffe auf das eigene Unternehmen reagieren gerade deutsche Unternehmen in der Öffentlichkeit sehr verhalten. Wer möchte schon zugeben, dass möglicherweise kritische Daten und Informationen ausspioniert wurden. Der Vertrauensverlust wäre recht groß. Auch hier antwortet der Industriespezialist Yokogawa mit seiner Einheit Industrial IT Security.

* Der Computervirus wurde u.a. in die Rechner des iranischen Atomkraftwerks Buschehr eingeschleust. Hinter der Cyberattacke werden die USA vermutet.

Im Vordergrund steht die industrielle IT Sicherheit die in Form eines verifizierten Audits überwacht und optimiert wird. Hierbei werden insbesondere Schwachstellen bei Schnittstellen (USB, Internet und Intranet) identifiziert. Als Partner arbeitet der Anbieter eng mit den Verantwortlichen auf Kundenseite zusammen und bietet somit ein gesamtes Lebenszyklus-Management an.

Letztlich verändert die neue industrielle Revolution nicht nur, wie Prof. Scheer es ausdrückt die "Fabrikhalle", sondern hat weitreichende Konsequenzen auf das gesamte Businessmodell und die Unternehmenskonzeption. Gut ist, wenn man einen erfahrenen Partner mit unterschiedlichen Branchenerfahrungen an seiner Seite hat.

Abschließend eine Timeline und Beispiele zur Entwicklung der "Industrie 4.0".

(Quellen: Statista / Scheer Group / Yokogawa / BMWi)

 

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