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Geldanlage Edelmetalle: Lohnenswerte Investition nach dem Brexit

Düsseldorf, 28.07.2016 12:02 Uhr (redaktion)

In Krisenzeiten wurden Edelmetalle wie Gold und Silber schon in der Vergangenheit immer wieder von Anlegern als eine alternative Investitionsmöglichkeit angesehen.

Dies bewies sich nach dem Brexit-Votum erneut: Die steigende Nachfrage machte sich deutlich durch einen sehr hohen Goldpreis bemerkbar, der zumindest kurzfristig bei 1.371,39 US-Dollar pro Feinunze gelegen hatte. Da die Ungewissheit über die Folgen des EU-Austritts anhält und weitere Krisen wie die hohe Staatsverschuldung Italiens Schwankungen auf dem europäischen Finanzmarkt verursachen, denken zahlreiche Anleger weiterhin über Investitionen in Gold und andere Edelmetalle nach.

Die Nervosität an den Finanzmärkten ist deutlich spürbar und bringt selbst erfahrene und prominente Investoren dazu, Aktien zu verkaufen und stattdessen einen Teil ihres Vermögens in Gold anzulegen. Naheliegend ist, dass insbesondere britische Investoren ihr Kapital umschichten, weil das Pfund gegenüber dem Dollar bis zu 15 Prozent an Wert verloren hat. Steigt der Goldpreis weiter und verbleibt die britische Währung auf einem niedrigen Niveau, können diese Anleger das gekaufte Edelmetall mit einem sehr hohen Gewinn wieder verkaufen. Hinzukommt, dass auch die Immobilienpreise im Vereinigten Königreich nach dem Brexit gesunken sind, sodass wenig alternative Anlageformen zur Verfügung stehen.

Gold Münzen shutterstock Jan S

Gold wird als wertstabil angesehen und soll Portfolios schwankungssicherer machen

Finanzexperten betonen immer wieder, dass Edelmetalle bereits in der Vergangenheit als wertbeständig galten, weil sie einen gewissen Materialwert besitzen und ihr Vorkommen beschränkt ist. Gold ist überdies als einzige Währung weltweit zu keiner Zeit wertlos gewesen. Im Gegensatz zu Wertpapieren und Fonds sind Gold und Silber nicht von den Auswirkungen auf den Finanzmärkten betroffen, weil sich ihr Preis nach der Nachfrage richtet. Wirtschaftskrisen, Inflation und Währungsreformen wirken sich ebenfalls nicht auf den Sachwert der Edelmetalle aus. Trotzdem ist die Investition spekulativ, weil sich die Preisentwicklung nicht vorhersagen lässt. Allerdings kann aufgrund der unsicheren Zeiten vermutet werden, dass der Goldkurs in der nächsten Zeit weiterhin einen starken Aufwärtstrend erleben wird. Ähnliches lässt sich für Silber sagen, dessen Preis in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits um knapp 45 Prozent gestiegen ist.

Bei der Investition beraten lassen

Wie hoch sollen die Investitionen sein und in welche Edelmetalle soll investiert werden? Diese Fragen beschäftigen derzeit die Anleger. Grundsätzlich wird empfohlen, zwischen 5 und 25 Prozent des Vermögens zu investieren und dieses zum Beispiel im Verhältnis 2:1 auf Silber und Gold zu verteilen. Jedoch müssen diese Empfehlungen immer in Relation zur aktuellen Situation gesetzt werden. Unterstützung bei der Entscheidung bieten Experten wie Anlageberater, Finanzberater von Banken sowie auch die Edelmetallhändler selbst, zum Beispiel feingoldhandel.de. Diese können genau sagen, welche Stückelungen (z.B. ½ oder 1 Unzen-Münzen, 10-, 20- oder 50-Gramm-Barren) und welche bekannten Münzen (z.B. Krugerrand, American Eagle) sich als Geldanlage empfehlen.

Skeptiker könnten die Investition als nicht sinnvoll ansehen, weil der Goldpreis derzeit bereits sehr hoch ist. Allerdings werden sich der Brexit und die Italienkrise sehr wahrscheinlich noch weiter negativ auf den Finanzmarkt sowie auf die Wirtschaftslage auswirken. Deutschland wird zumindest in seinem Exporthandel betroffen sein, was rückwirkend das derzeitige Beschäftigungswachstum stoppen wird. Des Weiteren ist es sehr ungewiss, wie sich der Euro in Zukunft entwickeln wird, sodass es schlussendlich ratsam ist, ein Teil des Vermögens durch die wertstabilen Edelmetalle abzusichern.

(Foto: shutterstock_Jan_S)

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