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Tipps zur Geldanlage: Mit Strategie und Finanzwissen Fehler vermeiden

Düsseldorf, 21.12.2016 12:24 Uhr (Frank Schulz)

Trotz flaute am Zinsmarkt, lohnt sich das Sparen - wenn Sparer mit dem richtigen Augenmaß handeln. Nachfolgend die drei größten Fehler beim Sparen.

Knapp jeder Vierte (22 Prozent) hebt Ersparnisse in den eigenen vier Wänden auf, so eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. In den vergangenen zwei Jahren verwahrte nur jeder sechste Bundesbürger sein Geld zu Hause.

Trotz Zinstief kann mit einer cleveren Anlagestrategie Rendite erwirtschaftet werden. Immerhin investiert jeder fünfte Deutsche (20 Prozent) in Aktien und Fonds - eine leichte Steigerung zum Vorjahr, 2015 legte jeder sechste (18 Prozent) Geld in Wertpapieren an. Platz eins der beliebtesten „Anlageformen“ belegt allerdings noch immer das Girokonto mit 47 Prozent. Es folgen Sparbuch (35 Prozent), Bausparvertrag (28 Prozent) und Tagesgeldkonto (26 Prozent); Schlusslicht ist das Festgeldkonto mit 13 Prozent.

Statista Sparen Höhe im Monat
Soviel legen Sparer im Monat zurück

Nachfolgend die drei größten Fehler beim Sparen

1. Ungeduld: schnell reich werden wollen

Millionär in nur wenigen Monaten – wer davon träumt, läuft Gefahr, auf unseriöse Angebote hereinzufallen. Ein Vermögen wird nicht über Nacht, sondern über einen längeren Zeitraum aufgebaut. Außerdem ist nicht jeder ein Geldanlage-Experte. Bei Angeboten, die man nicht versteht, kann man Risiken leicht übersehen, falsch einschätzen oder gar einem Betrug aufsitzen. Eine viel bessere Strategie ist es, früh mit dem Sparen anzufangen und regelmäßig zu sparen; auch geringe Beträge summieren sich. Laut Investment-Legende Warren Buffett ist es einer der größten Fehler, sich das Sparen nicht frühzeitig anzugewöhnen.

2. Unkonkret: kein konkretes Sparziel setzen

Wer sich keine konkreten Ziele setzt, verliert schnell die Disziplin. Wer sich lediglich vornimmt, „mehr Geld zur Seite zu legen“, kommt nicht weit, denn der Vorsatz bleibt schwammig. Viel besser ist es, auszurechnen, wie hoch die Ausgaben sind und welcher Betrag regelmäßig gespart werden kann. Oft hilft es auch, ein konkretes Sparziel innerhalb eines bestimmten Zeitraumes anzupeilen. Wer sich damit auseinandersetzt, weiß, wie viel er dafür pro Monat zurücklegen muss, und merkt außerdem schnell, ob das Ziel überhaupt erreichbar ist.

3. Unrealistisch: zu hohe Sparziele setzen

Überforderung ist ein weiteres Kriterium, an dem viele gute Vorsätze scheitern. Wer sich zu ehrgeizige Sparziele setzt, schnürt sich finanziell die Luft ab. Übermotivierte Sparer müssen dann nämlich regelmäßig an ihre Ersparnisse ran. Das frustriert und birgt das Risiko, dass man das Sparen irgendwann ganz einstellt. Als Faustregel gilt: Realistisch sind zwischen zehn und zwanzig Prozent des Haushaltsnettoeinkommens.

(Quellen: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. / Postbank AG / Statista GmbH)

 

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