Finanzen Markt & Meinungen Startseite

 

Deutsche Exporte in die Türkei und Auslandsinvestitionen brechen ein

Düsseldorf, 24.03.2017 15:45 Uhr (Frank Schulz)

Mit Sorge blickt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), auf die Entwicklung der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen.

"Die deutschen Exporte in das Land sind bereits seit Mitte 2016 auf Abwärtskurs", sagte der DIHK-Außenwirtschaftschef dem "Tagesspiegel". Für 2017 erwartet er einen weiteren Rückgang bei den deutschen Exporten um mindestens fünf Prozent. "Wir gehen da nicht unbeschadet raus."

Insgesamt laufe die türkische Wirtschaft verhältnismäßig schlecht, so Treier. Das Wirtschaftswachstum werde 2017 wohl nur noch zwei Prozent betragen – es hätte sich dann innerhalb von nur zwei Jahren halbiert. Außerdem verlasse Kapital das Land, die Auslandsinvestitionen seien im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel eingebrochen.

Die Folgen spüre auch die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK) in der Türkei, berichtete der DIHK-Außenwirtschaftschef. "Dort haben sich die Geschäftsanfragen halbiert." Anssiedlungswillige deutsche Unternehmen blieben fern, obwohl ihnen der rote Teppich ausgerollt werde. "Die Türkei ist von ausländischen Investoren äußerst abhängig", fügte er hinzu.

Import Export Verhaeltnis Tuerkei
Anm.: Etwas ältere Übersicht (2013) jedoch gut recherchiert

Derzeit ist Treier kein Fall bekannt, in dem deutsche Unternehmen von "Säuberungen" betroffen seien.


 

"Aber in der Türkei ist ein Klima des Misstrauens entstanden - und in so einem Klima ist es schwierig, Geschäftsbeziehungen aufzubauen."


 

Wenn die Situation weiter eskaliere, bestehe die Gefahr, dass die Spannungen in die Belegschaft transportiert würden.


(Quelle: DIHK Berlin)

Wirtschaftssituation in der Türkei

 

» Zur Startseite von Finanzen Markt & Meinungen