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5G-Mobilfunk für Industrie 4.0 Lösungen und vernetzte Fahrzeuge

Brüssel/Berlin, 10.05.2017 18:38 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Das EU-Parlament hat die bislang vom Fernsehen genutzte 700 MHz-Band Frequenz für den Mobilfunk der Zukunft frei gemacht. Frankreich und Deutschland haben bereits die Nutzung des 700-MHz-Bands für 5G Mobilfunkdienste genehmigt.

Das 700 MHz-Band (genauer: 694–790 MHz-Band) ist besonders gut für 4G- und später 5G-Netze geeignet, weil diese Frequenzen eine hohe Reichweite und Verbindungsqualität auch in ländliche, bergige und Inselgebiete sowie sonstiger entlegener Gebiete garantieren.

Damit werden z.B. elektronische und mobile Gesundheitsdienste möglich, die sich auf Mobiltelefone, Patientenüberwachungsgeräte und andere drahtlose Geräte stützen. Es sind viele weitere innovative Dienste, die durch die Schlüsseltechnologie 5G möglich werden, u.a. vernetzte Fahrzeuge, intelligente Städte, intelligente Energienetze und Industrie-4.0 Lösungen.

5G soll bis 2020 mindestens in einer Großstadt in jedem EU Mitgliedstaat und bis 2025 sollen alle städtischen Gebiete und die wichtigsten Landverkehrswege mit dem schnellen 5G-Internet abgedeckt sein. Außerdem sollen alle EU-Mitgliedstaaten bis 2018 nationale 5G-Ausbaupläne verabschieden.

Die ersten Länder starten mit dem 5G Mobilfunk

Frankreich und Deutschland haben bereits die Nutzung des 700-MHz-Bands für Mobilfunkdienste genehmigt. Nach Presseberichten startet das 5G-Netz in Südkorea schon 2018, in Japan 2020; in Turin wird ein Provider den Standard ab 2020 anbieten, in Stockholm und Tallinn bereits ab 2018.

Die Umnutzung der bislang vom terrestrischen Rundfunk genutzten knappen Ultrahochfrequenzen (700-MHz-Band) für schnelle drahtlose Breitbandverbindungen hatte eine Expertenkommission im August 2014 (Lamy-Bericht) vorgeschlagen.

Das 700-MHz-Band wird derzeit vor allem für digitales Fernsehen und drahtlose Mikrofone genutzt, z.B. bei Theateraufführungen, Konzerten und Sportveranstaltungen.

EU Ausschuss Lamy alle Mitglieder
EU Ausschuss Lamy alle Mitglieder

(Quelle: Dr. Werner Langen / MdEP)

 

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