Die neuen Optionsscheine mit Knock-in-Schwelle der Société Générale sind eine preiswerte Alternative zu klassischen Warrants. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

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21.01.2010 14:29 Uhr
ANLAGE MIT OPTIONSSCHEINEN

Baadermarkets: Barriereberührung macht Optionsscheine scharf

Frankfurt a. Main/München, 21.01.2010 14:29 Uhr (Christian Grabbe)

Die neuen Opti­ons­scheine mit Knock-in-Schwelle der Société Générale sind eine preis­werte Alter­na­tive zu klas­si­schen Warrants.

Informationen zum Autor:
Christian Grabbe
Christian Grabbe ist Derivateexperte bei der Münchner Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte.

Ein möglichst niedriger Einstand ist ein Schritt zum Gewinn. Das will die Société Générale dem Anleger mit den neuen Call-Up-and-In- (CUI) und Put-Down-and-In-Optionsscheinen (PDI) ermöglichen. Der französische Emittent feiert mit diesen zwei neuen Optionsstrukturen eine Premiere.

Bei diesen neuen Produkten wird erst bei der Berührung einer Barriere Der Optionsmechanismus aktiviert. Im Unterschied zu den klassischen Warrants sind die neuen Formen mit einer sogenannten Knock-in-Schwelle ausgestattet. Die Produkte wandeln sich erst in klassische Optionsscheine um, wenn diese Schwelle während der Laufzeit zumindest einmal im Falle eines Calls berührt oder überschritten oder im Falle eines Puts berührt oder unterschritten wird. Die CUI und PDI werden also erst aktiviert, wenn die Knock-In-Schwelle berührt wird. Der Anleger erhält bei Fälligkeit nur 0,001 Euro pro Schein zurückgezahlt, wenn die Knock-in-Schwelle bis zu Endfälligkeit nie aktiviert wird. Die zusätzliche Knock-in-Schwelle soll zu niedrigeren Optionsprämien führen als bei den klassischen Optionsscheinen. So kostet der DAX Call-Up-and-In mit der Basis bei 6000, einer Barriere bei 6200 Punkten und einer Laufzeit von knapp drei Monaten (DE000SG1JER6) nur 2,24 Euro, ein klassischer Optionsschein 2,30 Euro. Wegen der niedrigeren Absicherungskosten eignen sich diese Produkte nach Meinung der SociétéGénérale auch für Absicherungsstrategien. Möchte der Anleger sein daxlastiges Depot gegenüber Kursverluste des DAX absichern, wählt er einen Put-Down-and-In-Optionsschein. Bei dem PDI mit dem Basispreis bei 5500 Punkten (DE000SG1LA81) liegt die Knock-in-Schwelle von 5 000 Punkten rund 17 Prozent unter dem aktuellen Wert. Fällt der DAX wenigstens einmal während der Laufzeit bis zum 18. Juni 2010 unter den Knock-in-Level, dann wandelt sich das Produkt in einen klassischen Put mit einem Basispreis von 5500 Punkten. Der Rückzahlungsbetrag ist dann abhängig von dem Verlust des deutschen Leitindex am Ende der Laufzeit

Wie bei vielen anderen Produkten mit Barrieren dürfte der Wert des Optionsscheins mit zunehmender Nähe zu den Knock-in-Schwellen deutlich steigen, denn dann preist der Markt die Wahrscheinlichkeit ein, mit der der DAX die Knock-in-Schwelle erreicht. Neben der Bonität wird die Volatilität den Preis der Optionsscheine ebenfalls beeinflussen.

Hintergrund
Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de

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