Pläne der Sparda-Bank Münster und die Sparda-Bank West zur Bankenfusion sind konkret geworden. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
13.06.2018 16:35 Uhr
REGIONALE BANKEN

Bankenfusion Sparda-Bank West und Sparda-Bank Münster

Münster/Düsseldorf, 13.06.2018 16:35 Uhr (Regionalredaktion)

Bei der geplanten Fusion der beiden Genos­sen­schafts­banken zur neuen Sparda-Bank West wäre das neue Institut mit rund 630.000 Mitglie­dern die mitglie­der­stärkste Kredit­ge­nos­sen­schaft in Deutsch­land.

Mit einer Bilanzsumme von mehr als 11 Milliarden Euro stiege sie auf zur Nr. 2 unter den Sparda-Banken und zur Nr. 4 unter den derzeit noch rund 970 Genossenschaftsbanken insgesamt hierzulande. Das Geschäftsgebiet würde fast ganz Nordrhein-Westfalen umfassen, und bis Emden und Wilhelmshaven im nördlichen Niedersachsen reichen. 82 Filialen an 58 Standorten würden mehr als 726.000 Kunden betreuen. Filialschließungen sind im Rahmen der Fusion nicht geplant.

Als Unternehmenssitz der neuen Sparda-Bank West - unter diesem Namen soll das neue Institut firmieren - ist Düsseldorf vorgesehen. Münster soll als Zweigniederlassung ein weiterer Hauptstandort sein. Auch das geplante Vorstandsteam steht bereits. Die neue Bank wird rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

Der Zusammenschluss soll insbesondere auch Synergien in der Personalentwicklung möglich machen. Silke Schneider-Wild erläutert: "In den nächsten fünf Jahren gehen gut 100 Kolleginnen und Kollegen altersbedingt in den Ruhestand. Neben der Nachbesetzung von Stellen wollen wir zudem neue Arbeitsplätze schaffen, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung." Und sie betont: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Banken begrüßen das Fusionsvorhaben und haben die Vorbereitungen des Zusammenschlusses tatkräftig unterstützt." Im Rahmen der Fusion hat die Belegschaft eine Standort- und Beschäftigungszusage erhalten.

Die jeweiligen Aufsichtsräte hatten bereits im November 2017 grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. Am 27. Juni tagt in Düsseldorf die ordentliche Vertreterversammlung der Sparda-Bank West. Wenn auch dort mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen die Fusion befürworten, ist der Weg endgültig frei für die neue größere Bank. Rechtswirksam wird sie dann mit öffentlicher Bekanntmachung der Eintragung im Genossenschaftsregister voraussichtlich Anfang August.

(Quelle: Sparda-Bank Münster eG)
(Foto: Sparda-Bank West eG)

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