Neben einem Software-Update sind auch Hardware-Abgasnachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge weiterhin im Gespräch. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
03.08.2017 11:15 Uhr
ERGEBNISSE DES DIESEL GIPFEL

Baumot AG Kommentar: Hardware Diesel Nachrüstung nicht vom Tisch

Düsseldorf, 03.08.2017 11:15 Uhr (Gastautor)

Hard­ware oder Soft­ware gegen Fahr­ver­bote? Am gest­rigen Diesel Gipfel wurde u. a. verein­bart, dass vier Exper­ten­runden strik­tere tech­ni­sche Maßnahmen wie eine Hard­ware Diesel Nach­rüs­tung evalu­ieren sollen. Es analy­siert Marcus Hausser, CEO der Baumot Group AG.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks spricht in ihrem Statement nach dem Diesel-Gipfel von der Dringlichkeit einer neuen "Verantwortungskultur". Die Manager der Autokonzerne "... hätten eingesehen, dass es gilt, wieder etwas gut zu machen." Jedoch würde es bei ihnen noch an Einsicht und Demut fehlen.


Hier geht es zum Statement in der BMUB-Mediathek ...

Neben den geforderten Soft Skills der Autobosse stellt sich nun die Frage nach den harten Fakten. Die Baumot Group AG, als Anbieter des TWINTEC BNOx System zur Abgas-Hardware-Nachrüstung, sieht durchaus Potenzial für das eigene Unternehmen. Fest steht, 5,3 Millionen Diesel-Pkw werden mit einem Software-Update nachgerüstet. Die Politik besteht jedoch auch auf eine Hardware-Nachrüstung. ADAC und Deutsche Umwelthilfe sprechen sich deutlich für Hardware-Nachrüstungen aus, da nur so Fahrverbote vermeidbar seien und 250 Millionen Euro sollen dazu eingesetzt werden, die Nachrüstung von 24.000 ÖPNV-Stadtbussen, Taxis und kommunalen Fahrzeugen mit Hardware-Lösungen zu finanzieren.

Diesel-Nachrüstung im Detail

In einem ersten Schritt sollen bis Ende 2018 5,3 Millionen Euro 5- und Euro 6-Pkw per Software-Update nachgerüstet werden. Die dabei anfallenden Kosten werden von den Herstellern übernommen. Darüber hinaus soll die Wirksamkeit der Software-Updates unter realen Bedingungen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nachgemessen und geprüft werden. Das Bundesumweltministerium sieht die Hersteller in der Pflicht, gemeinsam in unabhängigen Expertengruppen einen Plan zur Umrüstung mittels Hardware zu entwickeln, um mögliche Fahrverbote zu vermeiden. Daneben soll die Luftbelastung in deutschen Innenstädten zusätzlich reduziert werden, indem neben den Pkw-Nachrüstlösungen auch Maßnahmen wie die Umrüstung von 24.000 ÖPNV-Stadtbussen und Taxis in den Kommunen in Höhe von 250 Millionen Euro finanziert werden sollen.

Marcus Hausser, CEO der Baumot Group AG, ordnet den Diesel-Gipfel ein: "Nach dem Diesel-Gipfel muss man weiterhin davon ausgehen, dass Fahrverbote für Euro 5-Diesel-Pkw in deutschen Innenstädten ausgesprochen werden. Damit bleibt aus unserer Sicht eine Hardware-Lösung wie das von Baumot entwickelte BNOx System auch zukünftig unumgänglich. Eine Lösung per Software wurde bereits vom Stuttgarter Verwaltungsgericht, dem ADAC und der Deutschen Umwelthilfe als nicht ausreichend eingestuft.

Mit unserem hocheffizienten BNOx System zur Stickstoffreduktion bei Dieselfahrzeugen sehen wir uns sehr gut aufgestellt - sowohl für die Hardware-Nachrüstung von Pkw, besonders aber auch für die Nachrüstung von Stadtbussen und Taxis, die nun zukünftig staatlich gefördert werden soll. Durch die Fördermittel in Höhe von 250 Millionen Euro eröffnet sich ein sehr großer Markt mit entsprechend signifikanten Umsatzpotenzialen für uns. Wir werden uns also weiterhin auf die laufenden oder aktuell startenden Nachrüstprojekte in mehreren deutschen Städten konzentrieren und freuen uns insgesamt über die ersten Erfolge des Nationalen Diesel Forums."

Die Aktie der Baumot Group AG notiert im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse.


(Quelle: Baumot Group AG)

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