Bis 2012 beabsichtigt die Bundesbank mindestens 50 Prozent des Bargeldkreislaufs an private Zahlungs- oder Finanzdienstleister auszugliedern und rund 12 von 47 Filialen zu schließen. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

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12.03.2010 11:01 Uhr
BARGELDLOGISTIK

Bundesbank plant Ausgliederung des Bargeldkreislaufs an Finanzdienstleister

Düsseldorf, 12.03.2010 11:01 Uhr (redaktion)

Bis 2012 beab­sich­tigt die Bundes­bank mindes­tens 50 Prozent des Bargeld­kreis­laufs an private Zahlungs-oder Finanz­dienst­leister auszu­glie­dern und rund 12 von 47 Filialen zu schließen.

Mit in Krafttreten des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) zum 1. November 2009 wurde der rechtliche Rahmen für die Ausweitung privater Dienstleistungen im Bargeldumlauf und in der Bargeldlogistik geschaffen. Nach Einschätzung der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste e.V. (BDGW) werde künftig fast die Hälfte des deutschen Bargeldhandlings nicht mehr durch die Bundesbank, sondern durch Wertdienstleister bearbeitet werden.

Die Auswirkungen der Umstrukturierung auf dem Bargeldmarkt werden auf der 2. EUROFORUM-Konferenz "Bargeldlogistik" (29. und 30. April 2010, Mainz) vorgestellt. Lars Meyer (Deutsche Bundesbank) geht auf den Stand der Umsetzung des ZAG und der Erlaubnisanträge für Wertdienstleister ein und erläutert die veränderte Funktion der Bundesbank im Bargeldkreislauf. Die Möglichkeiten für Wertdienstleister, sich durch ein erweitertes Angebot im Cash-Recycling neue Marktfelder zu erschließen, zeigt der Vorsitzende des BDGW, Michael Mewes auf. In der Zeitschrift "Der Sicherheitsdienst" gab Mewes in der Ausgabe 4/2009 zu bedenken: "Zu den Problemstellungen des ZAG zählen die Eigenkapitalanforderungen, Sicherungsvorschriften, Unternehmensorganisation und Kosten sowie die Fähigkeiten, damit umzugehen". Die Auswirkungen des ZAG auf das Risikomanagement und Strategien zur Risiko-Minimierung in der Geld- und Wertlogistik stellt Thomas Böhm (Hypo Vereinsbank) vor.

Die Anforderungen des Handels an eine sichere Bargeldlogistik sind hoch. Paul Monzel (REWE Group) und Ulrich Binnebößel (Handelsverband Deutschland) diskutieren gemeinsam über Auswirkungen der neuen Bargeldlogistikstrukturen auf den Handel und wägen Vor- und Nachteile ab. Die Bedeutung einer sicheren und bequemen Bargeldversorgung für die Kundenzufriedenheit und die Rolle der Filiale als Determinante erläutert Markus Keck (Commerzbank AG). Weitere Themen der EUROFORUM-Konferenz sind Fragen der Prozessoptimierung und Sicherheitslösungen im Kampf gegen Falschgeld, Überfälle und Manipulationen.

Das Programm ist hier erreichbar (externer Link).

(Quelle: EUROFORUM Deutschland SE)

 

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