Deutscher Ring Umfrage: Viele Bundesbürger lehnen Weihnachtstraditionen ab
Hamburg, 17.12.2009 16:36 Uhr (redaktion)
Jeder fünfte Deutsche hat keine Lust auf üppiges Festtagsessen und viele sind von den Weihnachtsliedern im Radio genervt.
Prozent der Bundesbürger haben den obligatorischen Festschmaus an den Weihnachtstagen im wahrsten Sinne des Wortes satt. Nicht bei allen Menschen steigt die Lust am Essen, wenn die Temperaturen fallen. Täglich Kaffee und Kuchen in der Adventszeit und der traditionelle Gänse- oder Entenbraten an Heiligabend: Das ist mehr als vielen Deutschen lieb ist und widerspricht dem modernen Ernährungsbewusstsein. Doch es ist nicht nur die Sorge um die schlanke Linie. Die Traditionen der besinnlichen Jahreszeit kosten auch Nerven. Jeder Fünfte kann beispielsweise die immer gleichen Weihnachtslieder, die im Radio rauf und runter gespielt werden, nicht mehr hören. Egal ob auf dem Weihnachtsmarkt, in der Arztpraxis oder an der Supermarktkasse: „Jingle Bells“, „Last Christmas“ und „Oh du Fröhliche“ tönen aus allen Lautsprechern. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a. G.
Neben dem üppigen Essen und eintöniger Weihnachtsmusik stört viele Menschen die Tradition des Schenkens. 17 Prozent der Deutschen würden gerne darauf verzichten. Die Gründe: Einige von ihnen haben keine Lust, sich in den vorweihnachtlichen Shopping-Marathon zu stürzen und durch überfüllte Läden zu drängen. Andere sehen Weihnachten als Konsumveranstaltung kritisch und wollen sich dem Geschenke-Zwang nicht unterwerfen.
Aber nicht immer sind es die eigentlichen Weihnachtstraditionen, die stören. Bei manchen Weihnachtsmuffeln ist es die Geselligkeit. Jeder sechste Deutsche hat beispielsweise keine Lust, an den Festtagen dem Ex-Partner zu begegnen. Neben alten Liebschaften sind es vor allem die eigenen Verwandten, die während der Weihnachtszeit auf die Nerven gehen. Jeder zehnte Befragte gibt an, dass ihn die Familientreffen an der besinnlichen Jahreszeit am meisten stören. Nicht verwunderlich, denn bei ebenso vielen Familien enden die Abende unterm Christbaum im Streit.
(Quelle: Deutscher Ring Krankenversicherungsverein)
(Foto: Ruth Rudolph;PIXELIO)
Wirtschaft Weihnachten
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