Augsburg, 04.07.2012 10:42 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Flame, Stuxnet und Co. - immer wieder berichten die Medien über neue Bedrohungen aus dem Internet. Dabei sind nicht nur staatliche Institutionen oder Privatpersonen das Ziel sogenannter Cyber-Attacken.
Die Hochschule Augsburg hat als bisher einzige Hochschule für angewandte Wissenschaften ein Kooperationsprojekt mit dem Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) durchgeführt. Gemeinsam mit Wirtschaftsschutz-Experten des BayLfV hat die Forschungsgruppe für IT-Sicherheit „HSASec“ unter Leitung von Prof. Gordon Rohrmair eine umfangreiche Informations-Broschüre zum Thema IT-Sicherheit in sozialen Netzwerken erarbeitet.
Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter aus der Fakultät für Informatik haben einen erheblichen Beitrag dazu geleistet. Franziska Krün, Roland Koch, Steffen Wendzel, Florian Forster, Benjamin Kahler, Patrick Branner und Dominik Heimstädt wurde aus den Händen von Burkhard Körner, Präsident des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz und Prof. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg eine Urkunde als Anerkennung für diese Arbeit überreicht.
Anlässlich der Vorstellung der Informationsbroschüre unter dem Titel „Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit“ wieß Körner darauf hin, dass Facebook und Co. erhebliche Risiken in sich tragen würden, derer sich bei weitem nicht alle privaten und professionellen Nutzer bewusst seien: Dabei gehe es zum Beispiel um Datenverlust und Malware-Infektion, um Produktivitätseinschränkung, Netzwerküberlastung und Reputationsverlust. Körner berichtete: „Auch kriminelle Handlungen werden in sozialen Netzwerken vorbereitet: Dem überwiegenden Teil der Angriffe im Bereich der Wirtschaftsspionage gehen heutzutage ‚Social Engineering‘-Maßnahmen voraus. Das heißt, Angreifer bedienen sich sozialer Netzwerke, um Informationen über Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens zu sammeln und so in einem zweiten Schritt leichter an sensible Unternehmensdaten zu gelangen.“ Wirtschaftspionage habe sich seit einigen Jahren zu einer realen Bedrohung für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Deutsche Firmen stünden aufgrund ihrer Innovationskraft in nahezu allen Branchen und Forschungsbereichen im Blickfeld ausländischer Nachrichtendienste.
Interessierte können die Broschüre im PDF-Format downloaden unter: http://www.wirtschaftsschutz-bayern.de
oder auch unter
http://www.hs-augsburg.de
(Quelle: Hochschule Augsburg - Hochschule für angewandte Wissenschaften)