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Cyber Europe 2012 probt europweiten Cyberattacken Ernstfall

Dokument: Brüssel, 05.10.2012 15:33 Uhr (EU Redaktionsteam)

400 Experten von Großbanken, Telekommunikationsunternehmen, Anbieter von Internetdiensten und staatlichen Stellen auf lokaler und nationaler Ebene in ganz Europa stellen sich über 1200 Einzelvorfällen.

Getestet wurde, wie die Teilnehmer anhaltende Angriffe auf die öffentlichen Internetseiten und Computersysteme europäischer Großbanken bewältigen und bei deren Abwehr zusammenarbeiten. Bei einer wirklichen Attacke wären Millionen von Bürgern und Unternehmen in ganz Europa von massiven Störungen betroffen, und der EU-Wirtschaft würden Schäden in Millionenhöhe drohen.

Cyberattacken werden immer häufiger. 2011 nahm die Zahl der Angriffe im Netz um 36 % zu. Von 2007 bis 2010 wurde eine Vervierfachung der Zahl der Unternehmen gemeldet, die sicherheitsrelevante Vorfälle mit finanziellen Auswirkungen zu verzeichnen hatten (der Anteil dieser Unternehmen stieg von 5 % im Jahr 2007 auf 20 % im Jahr 2010).

Laut Experten des Weltwirtschaftsforums besteht für das kommende Jahrzehnt ein 10-prozentiges Risiko einer schwerwiegenden Störung kritischer Informationsinfrastrukturen, die wirtschaftliche Schäden von mehr als 200 Mrd. EUR nach sich ziehen könnte.

„Cyber Europe 2012“ findet parallel zum Europäischen Monat der Cybersicherheit (ECSM) statt und ist die zweite von den Mitgliedstaaten, der Kommission und ENISA veranstaltete EU-weite Simulationsübung zur Abwehr von Cyberangriffen. Die diesjährige Übung ist von der Thematik und vom Ausmaß her wesentlich umfangreicher als die erste Übung im Jahr 2010.

Internetseite der ENISA: www.enisa.europa.eu

(Quelle: EU-Kommission)
(Foto: Oleg Rosental/pixelio.de)

 
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