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Der Businessplan als Erfolgsfaktor für Unternehmen

Dokument: Sennfeld, 19.06.2013 13:30 Uhr (Gastautor)

Ein Unternehmen kann nur dann Erfolg haben, wenn es über eine geeignete Geschäftsidee verfügt. Um diese umzusetzen, bietet sich ein Businessplan an. Mithilfe dieses Dokuments wird in einem Entwurf die gesamte Geschäftsidee geprüft, zusammengefasst und ausformuliert.

Somit kann der Unternehmer jederzeit selbst die Umsetzbarkeit seines Projekts überprüfen, besitzt andererseits ein Dokument, dass Unterstützern oder Außenstehenden vorgelegt werden kann. Zudem beugt man im Idealfall sogar Planungsmängeln bei der Existenzgründung vor.

Was muss in einen Businessplan?

Bestimmte Informationen gehören zwingend in einen Businessplan. Die Geschäftsidee muss grundlegend vorgestellt werden. Welche Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen berechtigen den Autor zur Unternehmensführung? Welche Produkte oder Dienstleistungen werden angeboten? Es erfolgt eine Marktanalyse. So sollte präsentiert werden, welche Kunden erreicht werden sollen. Unerlässlich ist es, über die Konkurrenz und deren Produkte zu informieren. Am besten führt man genau auf, weshalb und worin man sich von der Konkurrenz unterscheidet.

Flyerpilt

Für das Unternehmen sollte die Organisation desselbigen aufgezeigt werden und welche Marketingmaßnahmen geplant sind. Deutlich sollten nicht nur Chancen sondern auch Risiken des Projekts dargelegt werden und wie damit umgegangen werden soll. Entscheidend ist abschließend noch die Finanzierungsfrage. Wie viel Eigenmittel können eingebracht werden? Woher kommt der Rest des Kapitals? Der Liquiditätsplan befasst sich mit der Thematik zu welchem Zeitpunkt welche Kosten anfallen, während in einer Ertragsvorschau die Umsätze, Kosten und Gewinne zu finden sind.

Design

Der Umfang eines Businessplans kann zwischen zehn und 50 Seiten umfassen. Das Ganze sollte klar strukturiert und einfach lesbar sein. Abstrakt gesehen besteht das Dokument aus einem Textteil, der die Geschäftsidee detailliert darlegt und einem Zahlenteil, der die Finanzierungsfrage klärt. Begonnen werden sollte mit einem aussagekräftigen Deckblatt. Dieses enthält zwingend den Namen des Projekts und gegebenenfalls den Firmennamen. Zudem müssen die Kontaktdaten angegeben werden. Wenn das Deckblatt bereits überzeugt, kann dies gegenüber potentiellen Mitbewerbern schon von Vorteil sein.

Mithilfe eines Inhaltsverzeichnisses findet sich der Betrachter schnell zurecht. Als nächstes sollte eine etwa eine Seite lange Zusammenfassung folgen. Sie stellt die Idee in Kurzform dar, soll aber den Lesenden auch neugierig machen und vor allem überzeugen. Obwohl diese im Businessplan an einer vorderen Stelle platziert ist, sollte der Autor die Zusammenfassung erst erstellen, wenn er alle Teile seines Businessplans kennt. Es folgt die ausführliche Beschreibung des Vorhabens. Anschließend wird der Finanz- und Liquiditätsplan mit Zahlen und Fakten unterlegt.

Für das richtige Layout gibt es im Internet zahlreiche Vorlagen, wenngleich man auch selbst kreativ werden darf, ohne dies allerdings zu übertreiben.

Inhaltsverzeichnis eines Businessplans
1. Zusammenfassung / Executive Summary
2. Unternehmenskonzept / Geschäftsidee
3. Produkte und Dienstleistungen
4. Marktanalyse
4.1 Marktchancen
4.2 Kunden
4.3 Konkurrenz
5. Marketingmaßnahmen
6. Chancen und Risiken
7. Finanzierung
7.1 Eigenkapital
7.2 Fremdkapital
8. Finanzplan
8.1 Liquiditätsplan
8.2 Ertragsvorschau
9. Anhang

Druck eines Businessplans

In erster Linie stellt der kommende Unternehmer mithilfe eines Businessplans sich selbst und sein Konzept auf den Prüfstand. Dennoch ist ein Businessplan auch dazu gedacht, anderen Personen vorgelegt zu werden. Dies können Geschäftspartner, Banken und andere Geldgeber sowie Behörden sein. Genau wie die Geschäftsidee sollte auch der Businessplan entsprechend von hoher Qualität sein.

Es empfiehlt sich, die Blätter nicht einfach lose abzugeben. Über eine Bindung sollte nachgedacht werden. Der Vorteil einer Mappe hingegen ist, dass der Betrachtende die einzelnen Seiten herausnehmen und neu ordnen kann. Papier und Druck sollten von hochwertiger Qualität sein. Denn der erste Eindruck des Betrachters - egal ob Geldgeber oder Geschäftspartner - ist oft auch ein optischer.

Quelle: Katja Freitag von www.flyerpilot.de

 
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