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Robert Halver Kommentar: Kryptowährungen - technisch genial oder Blasen fatal?

Dokument: FrankfurtMain/München, 20.12.2017 12:49 Uhr (Robert Halver)

Für Anleger, die Risiko aushalten können, sind Kryptowährungen attraktive Spekulationsobjekte. Aus heutiger Sicht ist zu erwarten, dass die Kursexplosion sogar noch weiter geht.

Informationen zum Autor:
Halver Robert
Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank AG. Bereits seit 2012 berichtet er auf FMM-Magazin.de über die Geschehnisse an den Börsen. Baader betreut an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf und Berlin u.a. den Handel mit Aktien, Anleihen, Derivaten und Fonds.

Die Finanzindustrie hat Kryptowährungen längst als Anlageobjekt entdeckt und smarte Produkte darauf gestrickt, mit denen man auf Kryptowährungen spekulieren kann, ohne sie selbst besitzen zu müssen. Indexzertifikate von Banken gibt es schon. Und in den USA ist mittlerweile der Future-Handel möglich.

Kommt Ihnen diese Blase bekannt vor? Tatsächlich, denn legt man den Kurs von Bitcoins zeitversetzt mit der Entwicklung des Neuen Markts übereinander, sind Ähnlichkeiten nicht nur rein zufällig. Das Ende vom Lied kennt jeder.

Wann platzt die Bitcoin Blase?

Der Auslöser eines Platzens der Krypto-Blase könnten weltweit scharfe Regulierungen aus Angst vor einer die (Geld-)Politiker in ihrem Ausgabeverhalten einschränkenden Währungs-Konkurrenz sein. Wie lange sich die Krypto-Blase noch aufbläht bzw. wann sie platzt, kann niemand prophezeien.

Robert Halver Finanzmarktanalyse Bitcoin

Eins ist aber klar: So wie das Internet die Dotcom-Blase überlebt hat, wird auch die Blockchain-Technologie, die hinter einer Krypto-Währung steht, überleben. Denn diese erlaubt z.B. smart contracting, also eine hochtransparente und effiziente Gestaltung von Verträgen und deren Überwachung. Im Einzelhandel ermöglicht diese Technologie beispielsweise die Nachverfolgung, von welchem Hühnerhof das Ei kommt oder ob bei einer gekauften Makrele die Kühlkette eingehalten wurde.

Nicht zuletzt könnten beispielsweise im darbenden Krankenversicherungssystem die Kosten gedrückt werden. Es gibt keine manipulierten Abrechnungen mehr, da die Daten von jedem Arztrezept hinterlegt und damit kontrollierbar sind. Auch gesamtwirtschaftlich wären mit dieser Transparenz willkürlichen Preisschüben Riegel vorgeschoben.

Disclaimer

Veröffentlichungen und Mitteilungen über Finanzprodukte und Kapitalmarktanalysen dienen der Informationsgebung, entweder durch Dritte oder durch eigene Beschreibungen. Die hier aufgeführten Äußerungen, Analysen und Produktbewertungen sind ausschließlich Meinungen und Ansichten des Herausgebers bzw. Produktgebers. FMM-Magazin.de führt keine Finanzberatung durch, ruft nicht zum Erwerb oder zum Verkauf von Anlageprodukten oder Wertpapieren auf. Interessierte Anleger sollten sich grundsätzlich Emissions-/Produktprospekte genau anschauen. Die Aufsichtsbehörde für das Versicherungs- und Finanzwesen ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn.

 
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